Controlling heute Rosita Blaha

CCS 2014 (3): Liquiditätsorientiertes Riskmanagement & Thema Verrechnungspreise

27. November 2014

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Das “Liquiditätsorientierte Risikomanagement im Porsche Konzern” stellt Dr. Johannes Lattwein, Leiter Corporate Finance & Treasury, Dr. Ing.h.c.F. Porsche AG, Leiter Finanzen Porsche Automobil Holding SE, vor.

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“Verrechnungspreise im Spannnungsfeld von Steuern und Steuerung” ist danach Thema von StB, CVA, Dipl.-Wirtschaftsinformatiker Jörg Hanken, Verrechnungspreis-Partner bei PwC München.

Zum Abschluss der Controllling Competence Stuttgart – CCS 2014 fasst Siegfried Gänßlen, ICV-Vorstandsvorsitzender die Tagung zusammen. Er dankt dem Organisationsteam für eine hervorragende Veranstaltung. Er lädt ein zum 40. Congress der Controller (20./21. April 2015 in München) sowie zur 13. Controlling Competence Stuttgart – CCS 2015, am 26. November 2015, wieder im sehr gastfreundlichen IBM Client Center Ehningen.

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CCS 2014 (2): Green-Controlling-Preis 2014 an STABILO und Takata AG

27. November 2014

Soeben ist auf der CCS 2014 der Green-Controlling-Preis 2014 an die STABILO International GmbH für das Programm „Controlling als Business Partner der nachhaltigen Unternehmensführung“ und an die Takata AG für das Programm „Maximize innovation to minimize environmental impact“ verliehen worden. Den mit 10.000 EUR dotierten, von der Péter-Horváth-Stiftung gestifteten Preis überreichte Péter Horváth, Jury-Vorsitzender und Leiter der ICV-Ideenwerkstatt.

DSC_0844 (Verleihung Green-Controlling-Preis 2014, v.l.n.r.: Dr. Dan Tulvan, Director Manufactoring, Arad (RO), Jürgen Volk, Manager Controlling Steering Wheel EMEA, Jörg Henry Dinkat, Director Controlling Global Steering Wheel & FI/CO Office EMEA – alle Takata; Péter Horváth, Jury-Vorsitzender; Angelika Henkel, Leiterin Controlling, Stabilo International, Martin Reim, Geschäftsführer Schwanhäuser Industrie Holding; Lucian Lusca, Manager General Service, Takata Arad (RO); Siegfried Gänßlen, ICV-Vorsitzender)

Die Preisträger präsentierten im CCS-Plenum vor über 100 Controlling-Experten und Managern ihre Lösungen: Angelika Henkel, Stabilo International GmbH, Heroldsberg, und Jörg Henry Dinkat, Takata AG, Aschaffenburg.

Beide Preisträger haben angekündigt, ihre Preisgelder für soziale Zwecke zu spenden: Stabilo für eine Flüchtlingsunterkunft in Höchstadt, Takata AG für ein soziales Projekt in Rumänien.

STABILO: „Controlling als Business Partner der nachhaltigen Unternehmensführung“

Um die Nachhaltigkeitsinitiativen des Unternehmens zu fokussieren, definierte die Unternehmensleitung im Jahr 2009 mit der „Strategie 2014“ konkrete Nachhaltigkeitsziele. Als Business Partner des Managements und der operativen Einheiten war das Controlling gefordert, die Anforderungen in die täglichen Abläufe zu integrieren, die sich aus den Nachhaltigkeitszielen ergaben. Die grüne Controlling-Lösung hat drei Komponenten: 1. (Weiter-)Entwicklung des STABILO-Nachhaltigkeitsprogramms unterstützen; 2. Transparenz über Programmergebnisse schaffen und berichten; 3. Nachhaltigkeitsprogramm prozessintegriert begleiten.

Die Jury erkannte in dem Lösungskonzept mehrere innovative Aspekte. Unter anderem ist das Controlling als interner Berater für alle Prozesse integriert, während die Fachabteilungen in der Umsetzung ihrer Projekte autark sind. Es werden alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – ökonomische, ökologische, soziale – integriert betrachtet und Transparenz über deren Wechselwirkungen geschaffen. Die grüne Controlling-Lösung ist als wesentliche Säule des STABILO Nachhaltigkeitsprogramms in die bestehenden Controlling-Prozesse integriert. Dabei bestand die Prämisse, dass das Controlling des Nachhaltigkeitsprogramms zu keinem zusätzlichen oder parallelen Controlling-Prozess führen darf. Vielmehr wurden bestehende Budgetierungs- und Reportingprozesse um Nachhaltigkeitsziele erweitert. Einzig das Maßnahmen-Controlling, welches zum laufenden Monitoring der Nachhaltigkeitsmaßnahmen eingesetzt wird, wurde neu aufgebaut.

Die grüne Controlling-Lösung hat dazu beigetragen die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Thema Nachhaltigkeit zu fördern. Durch die Nachhaltigkeitsstrategie, die Veröffentlichung der Ziele und Maßnahmen sowie das kontinuierliche Reporting fühlen sich die Mitarbeiter aller STABILO Einheiten integriert. In den Budgetdurch-sprachen, Sales- und Marketingmeetings gab es viele gute Beispiele, die von anderen wieder kopiert oder modifiziert umgesetzt wurden. So entstand über alle Einheiten hinweg eine Eigendynamik.

Seit Beginn des Nachhaltigkeitsprogramms 2009 konnten wesentliche Erfolge erzielt werden. Durch die Green-Controlling-Lösung konnten diese Erfolge auch sichtbar gemacht werden, was wesentlich dazu beiträgt, dass Nachhaltigkeit auch weiterhin ein wesentlicher Bestandteil der STABILO Unternehmensphilosophie ist.

Takata AG: „Maximize innovation to minimize environmental impact”

Die Takata Corp. mit Hauptsitz in Tokio ist ein global operierender Hersteller von automobilen Insassenschutzsystemen (Jahresumsatz: 4,1 Mrd. EUR, ca. 45.000 Mitarbeiter weltweit). Die Takata AG mit Zentrale in Aschaffenburg bündelt die europäischen Aktivitäten.

Mit der prämierten Green-Controlling-Lösung hat Takata das klassische KPI-System um neu entwickelte Kennzahlen und eine höhere Detaillierung erweitert. Es wurden „green MbOs” (Management by Objectives als weltweites, variables Vergütungssystem für Manager) – „Minimize Impact on Environment“, „Limit Potential of ecologic Hazards and Risks“, „Rational materials consumption“ – im Zielvereinbarungssystem implementiert. Das Zielvereinbarungssystem wurde mit dem KPI-Reporting (Key Performance Indicators) gekoppelt.

Als „Green Projects“ versteht Takata alle Projekte, welche die Umwelt entlasten, Energie sparen oder Umweltrisiken vermeiden. Das Controlling unterstützt und priorisiert „Green Projects“ durch Wirtschaftlichkeitsberechnungen, Datenrecherchen und Ergebnistracking.

Die Green-Controlling-Lösung, bei der das Takata-Controlling als Innovator und Treiber sowie als „Vernetzer“ der Organisationseinheiten agiert, nutzt vorhandene Ressourcen und Infrastruktur im Unternehmen. Ganz bewusst ist keine zusätzliche Green-Controlling-Abteilung aufgebaut worden, sondern das Thema in die Controlling-Abteilung mit ihren Tagesaufgaben integriert worden. Dazu gehört auch die Nutzung der vorhandenen Reportingstruktur in SAP. Das Takata Controlling wirkt als Moderator und Sparringspartner z.B. in Diskussionen mit den Fertigungsbereichen.

Takata verweist auf eine Reihe positiver ökonomischer wie ökologischer Ergebnisse bzgl. Wirkungen der Lösung. Dazu zählen signifikante Kosteneinsparungen speziell im Energiekostenbereich: 19% wurden trotz 10% höherem Produktionsvolumen eingespart. Ein geschärftes Bewusstsein und klare Verantwortlichkeiten bei den Akteuren in den verschiedenen Bereichen werden ebenfalls als Erfolge aufgezählt. Zudem wird dem Controlling eine gewachsene Prozessstärke im Tages- wie auch Projektgeschäft attestiert. Das Unternehmen hat einen Innovationsschub durch die priorisierte Unterstützung der „Green Projects“ erfahren.

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CCS 2014 (1): Mehr als 150 Gäste im IBM Client Center

27. November 2014

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Martina Koederitz (Bild), Vorsitzende der Geschäftsführung von IBM Deutschland, hat soeben die mehr als 150 Gäste der „12. Controlling Competence Stuttgart – CCS 2014“ begrüßt. IBM ist auch in diesem Jahr wieder großzügiger Gastgeber dieser ICV-Fachtagung. Im IBM Client Center Ehningen bei Stuttgart stehen „Erfolgreiche Controlling-Methoden und -Instrumente in der Praxis“ auf dem Programm.

Zum Auftakt hält Prof. Dr. Björn Bloching, Roland Berger Strategy Consultants – ein europäischer Big-Data-Vordenker und erfolgreicher Fachbuchautor – den Vortrag: „Data unser – Wie Kundendaten die Wirtschaft revolutionieren“.

Bloching beschreibt anhand des Einzel- bzw. Digitalhandels, wie Muster in Daten erkannt werden und wie diese Erkenntnisse genutzt werden. Er macht mit vielen Beispielen klar, dass Daten das interaktive Einkaufserlebnis in den Supermärkten der Zukunft bestimmen. Auch die Werbung werde sich künftig drastisch ändern. Sein Feuerwerk interessanter Fälle beschließt Bloching u.a. mit dem bodenständigen Rat an die Zuhörer, Big Data mit kleinen Projekten zu beginnen, die auch ohne großen Aufwand – “jenseits der Groß-IT” – machbar seien.  An die Controller gewandt empfiehlt Bloching, sich eine Übersicht zu verschaffen, was an Daten in der Organisation vorhanden ist. Danach sollte nicht mit einer umfassenden Integration der Daten weitergemacht werden, sondern es sollten einzelne, kleinere Projekte gestartet werden. Auszuprobieren, was wie möglich ist, das lasse sich jenseits der Groß-IT machen.

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CIS (5): 8.000er-Bergsteigerin: “Mit Planung, Intuition und Begeisterung ans Ziel”

21. November 2014

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Auf der CIS 2014 spricht nun Dr. Andreas Matje, CFO OMV Petrom SA, Bukarest, über “OMV Petrom – von Restrukturierungen zu Wachstum”. Er beschreibt die erfolgreiche Transformation und Modernisierung eines ehemaligen Staatsunternehmens. Die Zuhörer bekommen Insights in die finanziellen  Steuerungssysteme und ihre Weiterentwicklung, sie lernen das effektive Investitions- und Kostenmanagement bei Petrom kennen, wobei mehr noch als das Kosten- für das Unternehmen das Investitions-Management von größter Bedeutung ist. Der Vortrag bietet schließlich Einblicke in persönliche Herausforderungen des Referenten, der übrigens sympathisch für Rumänien als interessantes wie gastfreundliches Land wirbt.

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Als eine der erfolgreichsten Sportlerinnen Österreichs kündigt schließlich Prof. Losbichler die Profibergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner an. “Leidenschaft 8000 M – Wagnis – Rückzug – Erfolg” ist der Titel eines bewegenden Abschlussvortrags. Sie lässt die CIS-Gäste miterleben, wie herausfordernd, beschwerlich und dennoch wunderschön ihr Weg zu den höchsten Gipfeln dieser Erde war. Sie zeigt, wie sie durch akribische Vorbereitung und Planung, mit Willensstärke, Disziplin und Geduld, sowie Intuition und Begeisterungsfähigkeit, trotz vieler Rückschläge ihre Ziele erreichen konnte. – Ein großartiger Vortrag beschließt eine wieder hochkarätige “Controlling Insights Steyr”. Gratulation & Dank dem CIS-Team!!

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CIS (4): Digitale Transformation längst Realität

21. November 2014

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Siegfried Gänßlen, Vorstandsvorsitzender des Internationalen Controller Vereins (ICV), Executive Advisor to the Supervisory Board, Hansgrohe SE, startet den Vortragsnachmittag der CIS 2014 mit dem Vortrag “Big Data war gestern – smart Data ist angesagt!” Er bietet Antworten auf die Frage, ob und vor allem wie mehr Erkenntnisse durch mehr Daten generiert werden. Er skizziert, was Big Data für Controller und Führungskräfte wirklich bedeutet, und stellt internationale Leading Practices und Entwicklungen vor. Gänßlen gewährt Einblicke in erste Big-Data-Projekte bei Hansgrohe und dabei gewonnene Erfahrungen.

Für Gänßlen ist Big Data kein Modethema, sondern längst Realität, “wir erleben die digitale Transformation der Industrie und der ganzen Gesellschaft.” Big Data wird nach seiner Überzeugung die Steuerung von Unternehmen massiv verändern – und damit übrigens auch die Anforderungen der Manager an die Controller. Für das Controlling wird Big Data – auch – mehr Zeit schaffen: für echtes Business Partnering, für mehr, vielfältige Szenarien etc. Dass Unternehmen an detaillierteres Wissen gelangen, ist der größte Gewinn von Big Data. Die riesigen Datenmengen müssen dazu analysiert werden, die richtigen Fragen sind zu stellen, die richtige Idee ist nötig, was man mit den Daten eigentlich machen will. Big Data mache nur Sinn, wenn man die gesamte Wertschöpfungskette bearbeitet.

Dringend gesucht wird Daten-Knowhow und Methoden-Knowhow. Neue Berufsbilder wie Daten-Hygieniker, Daten-Explorer, Business-Solution-Experts, Kampagnen-Experte tauchen im Zusammenhang mit Big Data auf, gefragt sind zugleich Statistiker und Mathematiker. Analyse-Knowhow muss aber im eigenen Unternehmen geschaffen, ausgebildet werden, meint Gänßlen.

Wie Gänßlen zeigt, sind Big Data Business Cases zwar in datengetriebenen Unternehmen weit verbreitet, aber in der Industrie noch kaum zu finden.  Seine “Insights” in Business Cases bei Hansgrohe sind Einblicke in zumeist laufende Projekte, von der Logistik bis zur Retourenvermeidung. Hier übertreffen erzielte Kosteneinsparungen bereits bei weitem die Investitionen.

Gänßlens Vortrag schließt sich eine Podiumsdiskussion „Big Data in der Unternehmenspraxis“, moderiert von Mag. Susanne Dickstein (Bild unten, links), “Oberösterreichische Nachrichten”, an. Neben Siegfried Gänßlen sind Mag. Hannes Wambach (pmOne) (Bild unten, rechts) und Hans-Peter Stückler (Innenministerium) dabei. Interessante, einige neue Facetten bringt der Diskutant vom Innenministerium bezüglich Datensicherheit und Datenschutz ein. Für Stückler (Bild unten, Mitte) ist Big Data vom Grunde her “weder gut noch böse”. Für Ermittlungsbehörden seien Datenschätze übrigens – das Bild vom Öl des Jahrhunderts angepasst – das neue “Gold” des Jahrhunderts.

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CIS 2014 (3): “Kein X für ein U vormachen lassen!”

21. November 2014

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“Unternehmenssteuerung in volatilen Zeiten”, ist nach der kommunikativen Kaffeepause das CIS2014-Thema von Pauline Seidermann (Bild unten), CFO voestalpine Division Stahl, Linz. Angesichts von “Aufs und Abs in immer kürzeren Intervallen” in einem “von Sicherheit zu ständiger Unsicherheit gewandelten Markt” beschreibt die Referentin, was “von der Planbarkeit zur Unberechenbarkeit” für das Controlling bei voestalpine bedeutet. Umbrüche am Rohstoffmarkt – vom einstigen Jahrespreis über Quartalspreise zu aktuell “provisorischen Preisen” wie auch immer kürzere Zyklen, die zu schwankenden Auslastungen führen – fordern die Planung und Steuerung heraus. Die Herausforderungen listet Seidermann von “Steuerung über die gesamte Wertschöpfungskette” über markante Lo(e)sungen wie “Prognosen, Prognosen, Prognosen”, “Denken in Szenarien” bis zu “flexible Monitoring-Instrumente”.

Die Vorstellung der voestalpine-Instrumentarien durch Pauline Seidermann bietet tiefe Einblicke in die Unternehmenspraxis: die INSIGHTS macht auch hier ihrem Namen alle Ehre. Als kritische Erfolgsfaktoren bezeichnet sie u.a. lfd. aktualisierte Prognosen, Denken in Szenarien wie auch straffes Kostenmanagement UND: FLEXIBLE CONTROLLINGINSTRUMENTE.

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Den letzten Vormittagsvortrag der CIS 2014 hält der Landesdirektor ORF Salzburg, Roland Brunhofer (Bild, unten): “Die Kunst des Kostenmanagements – vom Schlusslicht zum Benchmark”. Er kündigt zum Beginn an, nun 30 Minuten von etwas reden zu wollen, wovon er – gelernter Mechaniker, der 20 Jahre als Journalist und einige Jahre als Betriebsrat beim ORF gearbeitet hat – keine Ahnung habe: Controlling.

Der Vortrag bietet beeindruckende “Insights” in den Entwicklungsweg zum heute “günstigsten Landesstudio des ORF”. Wie ist es gelungen mehr Leistung bei weniger Kosten mit der selben Mitarbeiterzahl zu erbringen? Die Zuhörer erfahren, wie ein “Commitment zum Abschied von gewohnten Verhaltensweisen” erreicht wurde. Eine “Allianz der Willigen” zu bilden, ist Brunhofers Erfolgsgeheimnis. Dazu beigetragen habe, einen Teil des gesteigerten wirtschaftlichen Erfolgs auf die Besserstellung der Mitarbeiter umzulenken.

Kosten wurden v.a. durch die Schaffung effektiver und effizienter Strukturen gesenkt; bei den Redaktionen wie in der Administration.  “Ressourcenabhängige Disposition” habe große Effekte gebracht, ist zu erfahren, ebenso hätten viele kleine Maßnahmen in Summe große Effekte gezeigt. Aber, nicht nur die Kosten wurden gesenkt, sondern massiv Einnahmen gesteigert. Mehr Geld sei mit kreativeren Ideen, neuen Programmansätzen verdient worden: “Wir mussten attraktiver werden, damit uns die Wirtschaft stärker unterstützt.”

Auch dieser CIS-2014-Vortrag liefert tiefe Einblicke. Und er gibt ein interessantes Beispiel, dass profunde Prozess- und Geschäftskenntnisse der Führungskräfte der Schlüssel zum Erfolg sind. Das Geschäft zu verstehen sei die Grundlage, sich “kein X für ein U vormachen zu lassen”. Ein Credo, gültig für Führungskräfte wie Controller!

(Dieser packende Vortrag hat gezeigt, dass Roland Brunhofer sehr viel von Controlling versteht und es auch im besten Sinne betreibt – ganz anders also, als eingangs eingeräumt…)

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CIS 2014 (2): “Controller – nah an den Fachbereichen”

21. November 2014

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Malgorzata Podskarbi MBA, Leiterin Standort Controlling, Volkswagen Poznań Sp. z o.o., spricht zum Thema “Praxisnahe Lösungen im Standort-Controlling bei Volkswagen Poznan”. Echte “Insights” in den Unternehmensalltag bietet diese Referentin: das Controlling im VW-Werk Poznań wird erlebbar. Podskarbi beschreibt die Controller-Rolle als “Business-Partner des Managements” erstens mit “nah an den Fachbereichen” und zweitens als “Hüter der betriebswirtschaftlichen Zahlen”. “Wir gehen in die Produktionslinien, denn wir wollen unsere Partner verstehen”, berichtet sie. Als “Hüter der betriebswirtschaftlichen Zahlen” nehmen die Controller sowohl an wichtigen, strategischen Gremien teil, es wird aber ebenso darauf geachtet, dass im Unternehmen die Zahlen, Botschaften der Controller überhaupt verstanden werden, “damit die Leute in den Fachbereichen unternehmerisch denken und handeln können”. Podskarbi stellt u.a. detailliert “One Page Berichte mit innovativen KPI” vor, den Schwerpunkt legt sie immer wieder auf die Beschreibung, wie die Manager und Mitarbeiter einbezogen werden, damit sie Controlling-Informationen nutzen können. Die Controller wollen ihre Partner im Unternehmen verstehen – und die Partner sollen die Controller verstehen… Nach dem Vortrag: viel Anerkennung und Nachfragen aus dem Auditorium.

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CIS 2014 (1): Volles Haus in Steyr!

21. November 2014

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In Steyr hat gerade Prof (FH). Dr. Heimo Losbichler, Stv. ICV-Vorstandsvorsitzender, Vors. der International Group of Controlling (IGC), Studiengangsleiter CRF – Controlling, Rechnungswesen und Finanzmanagement, FH-OÖ, Steyr, die “13. Controlling Insights Steyr – CIS 2014″ eröffnet. Die Veranstaltung ist mit erneut 350 Teilnehmern ausgebucht wie in den Vorjahren. Die CIS in Steyr nimmt als eine große Tagung einen Spitzenplatz in Europa ein.

Da unsichere Rahmenbedingungen – Ukraine-Russland-Krise, Rohstoffpreisturbulenzen, sinkende Auftragseingänge etc. – zum “New Normal” werden, sind moderne Controlling-Sytsme umso wichtiger, die der Dynamik des Marktumfelds gerecht werden. Controller sind gefragt, Führungskräfte als Sparringspartner bei immer schwierigeren Entscheidungen aktiv zu unetrstützen, so Losbichler.

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“Erfolgsfaktoren im internationalen Wettbewerb” ist der Eröffnungsvortrag von Helmut Wieser (Bild, Mitte, mit Prof. Losbichler im Gespräch) Vorstandsvorsitzender, AMAG Austria Metall AG, überschrieben. Wieser beschreibt aus der Perspektive seiner persönlichen, in der ganzen Welt gesammelten Erfahrungen als Top-Manager von ALCOA und AMAG, was für den Unternehmserfolg eigentlich wichtig ist. Eine Kernthese: “Unsere Aufgabe in der Wirtschaft ist, Innovationen zu finden für Wachstum.” “Innovation” bezieht er sowohl auf neue Produkte & Dienstleistungen, effiziente Produktionsmethoden wie auf innovative Beschäftigungsmodelle, Talentförderung – enge Zusammenarbeit mit Hochschulen, verantwortungsvolles Handeln. Wieser beschließt seinen Eröffnungsvortrag – “Motivation pur” – mit klaren Forderungen: “Fähigkeit zur flexiblen Reaktion muss zunehmen!”, “Keine Selbstzufriedenheit!”, “Ständige Verbesserung!”. “Wir sind ständig in einem Rennen. Wir müssen vorne sein, um im Wettbewerb zu bestehen.”

 

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Mit BI und Big Data “perfect days” für die Mitarbeiter

20. November 2014

Am 18./19. November hat der BARC BI Congress 2014 in Frankfurt/Main mit über 250 Teilnehmern und zahlreichen Ausstellern großen Zuspruch erlebt. Der Kongress dient BI-Herstellern Software- und Serviceangebote zu präsentieren, BARC gewährt Einblicke in den Markt und neueste Trends, Anwender können Best Practices teilen und Erfahrungen aus ihren BI-Projekten austauschen.

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(Die Gewinner des Best Practice Awards BI and Analytics 2014, v.l.n.r.: Frederic Dettmer, BI Consultant, Strategy & Finance, Sennheiser electronic / Frank Weißberg, Manager Global BI, Sennheiser electronic/Tobias Gruber, Bereichsleiter Categorysteuerung, Otto GmbH/ Alexander Pompös, Teamleiter Business Projekte, Otto GmbH. Foto: BARC / Andreas Glänzel )

Nach dem Frankfurter BI-Treffen sah sich BARC in der Einschätzung bestätigt, dass Datenanalyse und die Arbeit mit Vorhersagen heute in allen Unternehmensbereichen und Prozessen wesentliche Themen sind. Denn Entscheidungen sollen schneller und direkt vor Ort, auf der Basis gesicherter Informationen getroffen werden. Es habe sich erneut gezeigt, dass Informationstechnologie heute kein Problem mehr sei. Aber strategische, organisatorische und unternehmenskulturelle Aufgaben seien in vielen Unternehmen noch zu lösen, damit moderne Analyse-, Vorhersage und Planungssysteme tatsächlich „datengetriebene Unternehmen“ zur Realität werden lassen können. Für manchen Analysten ist hier noch längst nicht das nötige Tempo eingeschlagen; für sie hat die BI-Durchdingung der Unternehmenspraxis in den letzten Jahren sogar kaum nennenswerte Fortschritte gemacht. Die Ursachen dafür seien vielfältig und reichten von fehlenden Strategien über gebremste Investitionsbereitschaft bis zu Fragen der Unternehmenskultur, welchen Stellenwert datenbasierte Informationen für Entscheidungen in den Organisationen haben sollen.

BI-Anwendungen bereiten Mitarbeitern “perfect days”

Die Verleihung des Best Practice Awards BI and Analytics in der Kategorie Mittelstand an Sennheiser electronic sendet da entsprechend ein deutliches Signal. Prämiert wurde dort eine unternehmensweite BI-Infrastruktur, die von einem eigenen, interdisziplinären „Business Intelligence Competence Center“ (BICC) gesteuert und weiterentwickelt wird. Hierzu gehörte auch der Aufbau einer „agilen“ BI-Umgebung, mit der Sennheiser seit einigen Jahren zusätzlich zur „Enterprise BI“ neue, anwenderorientierte Anwendungen für Reporting und Analyse agil entwickeln und einführen kann. Ein Beispiel ist eine mobile Anwendung für den Außendienst, die Vertriebs- und Geoinformationen auf eine intuitive Weise auf dem iPad bereitstellt und den Außendienstlern „perfect days“ bereitet.

Die Kategorie Konzern gewann in diesem Jahr der Online-Händler Otto. Auf immense Datenmengen, einem permanentem Entscheidungsbedarf und hohen Zeitdruck habe Otto mit einem dynamischen Geschäftsmodell reagiert und Steuerungsinstrumente entwickelt, mit denen sich heute wirtschaftliche Entscheidungen für einen Artikel schneller und einfacher treffen lassen, heißt es bei den BARC-Juroren. Herzstück ist eine Predictive-Analytics-Plattform, die mit Hilfe von ursprünglich aus der Forschung stammenden Algorithmen Otto dabei hilft, Artikelabsatzprognosen zu präzisieren, eine dynamische Preissetzung für jeden der zwei Millionen Artikel im Online-Shop vorzunehmen sowie kostenintensive Retour-Sendungen zu verringern. Die innovativen Verfahren und der hohe wirtschaftliche Nutzen hätten Jury und Publikum gleichermaßen überzeugt.

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Am Mittwochnachmittag war der BI Congress in drei parallele Vortragsreihen aufgeteilt. BARC-Geschäftsführer Dr. Carsten Bange lockte mit „Big Data Basics: Was ist Big Data? Was sind die Chancen und Herausforderungen?“ einen großen Teil der BI-Experten in seinen Vortrag. Über 50 Zuhörer waren an Banges Begriffsdefinitionen ebenso interessiert, wie an seinen Ausführungen zum „Big Data im Controlling“. (Siehe auch ICV-White-Paper “Big Data”.) Der Referent attestierte eingangs dem Thema Big Data Nachhaltigkeit; seit 2011 sei nachweislich das Interesse daran deutlich gestiegen. Neben Begriffserläuterungen widmete er sich Ergebnissen aus dem BARC Big Data Analytics Survey 2014, zu Treibern, Erwartungen, Problemen, Herausforderungen. Bange sieht im Controlling einen klaren Profiteur von Big Data, weil z.B. die Datenanalyse-Kompetenz, das Verständnis der Datennutzung in Geschäftsprozessen bzw. die Unterstützung der strategischen Unternehmensausrichtung wesentliche Ziele von Big Data seien.

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Impressionen und Vortragsunterlagen der CIB sind online

19. November 2014

Die Controlling Innovation Berlin CIB – di e Regionalveranstaltung der ICV-Arbeitskreise Berlin, Berlin-Brandenburg, Sachsen, Thüringen und Weser-Harz – ist am Samstag erfolgreich zu Ende gegangen. Auf unseren Veranstaltungsseiten finden Sie die Präsentationsunterlagen der Vorträge sowie fotografische Impressionen.

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