Controlling erleben Rosita Blaha

Green-Controlling-Preisträger referiert in St. Petersburg

17. Mai 2013

Petersburg6_2Sascha Schmalz, (Bild mit Übersetzerin) Verantwortlicher für Sustainability bei der Hansgrohe SE, Green-Controlling-Preisträger 2012, spricht nun auf der St. Petersburger Controlling-Tagung über „Nachhaltigkeitscontrolling bei Hansgrohe“. Das bezieht sich auf die wesentlichen Bereiche CO2-Emission (-20%), Ressourcenschonung, Reduktion (-10%) Einsatz von Gefahrstoffen.
Ergänzt wird das Thema bei Hansgrohe um die soziale Verantwortung für die Mitarbeiter, was z.B. auch das Thema Arbeitssicherheit einschließt. Detailliert schildert Schmalz, wie Green-Controlling bei Hansgrohe eingeführt wurde und betrieben wird. Immer wieder verweist er darauf, dass ständig daran gearbeitet werden muss, das Thema den Mitarbeitern verständlich zu machen, damit sie die Ziele unterstützen und entsprechend handeln.

Zusammenfassung: Controller müssen: Grundlagen schaffen; Business Partner für die Projektleiter sein; das Vorstands-Thema GReen-Controlling muss von den Controllern ins Unternehmen getragen werden.

Auch nach diesem Vortrag folgen wieder viele Fragen aus dem Auditorium: Von den ursprünglichen Treibern des Themas im Unternehmen bis hin zu Details des innerbetrieblichen Anreizsystems. – Das Feedback in der anschließenden Mittagspause ist sehr deutlich: Großes Lob für einen praxisnahen Bericht zu einer vorbildlichen Lösung.

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Hans-Peter Sander Sonstiges

Green-Controlling-Konferenz in St. Petersburg (1)

17. Mai 2013

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An diesem Freitag findet in St. Petersburg der 3. Internationale Controlling-Kongress des Russischen Controllervereins statt. Die Organisation der Tagung zum Thema “Green-Controlling” hat der Internationale Controller Verein (ICV) unterstützt.

So verwies auch Prof. Dr. Sergey Falko (Bild links), Vors. des Russ. Controlervereins, in seiner Begrüßung auf die enge Zusammenarbeit mit dem ICV. Beim Green-Controlling stehe Russland erst am Anfang, erklärte Falko, der sich freue, einige Vorträge von Experten aus Deutschland und der Schweiz ankündigen zu können.

Den Eröffnungsvortrag hielt anschließend Prof. Dr. Dr. mult. Péter Horváth, Leiter der ICV-Ideenwerkstatt, der zu “Basics des Grünen Controllings” sprach. Unter anderem verwies er dabei auf die Aufgabe Ökologie und Ökonomie zu verbinden, im Sinne von „Make green profitable“. Für das Controlling ergeben sich daraus drei wesentliche Herausforderungen, so Horváth: “Green als strategisches Thema” zu etablieren; entsprechende KPIs zu entwickeln; schließlich für das ständige Doing in den Unternehmen zu sorgen. Zu Abschluss stellte Horváth drei beispielhafte Fälle von Green-Controlling in Unternehmen vor (Bosch, Hansgrohe, Deutsche Post DHL).

Wie es bei russischen Controlling-Tagungen (gute) Tradition ist, nutzten viele Zuhörer die Gelegenheit, dem Referenten Fragen zu stellen. Dabei ging es vor allem um den aktuellen Stand von Green-Controlling in der deutschen Wirtschaft (v.a. bei KMU) und um die Rolle von Staat, Unternehmen und “Gesellschaft” bei der Durchsetzung des Themas. – Ein sehr guter Einführungsvortrag!

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Hans-Peter Sander Sonstiges

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Péter Horváth jetzt Ehrenmitglied des ICV

27. April 2013

Ein mich persönlich bewegendes Erlebnis auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des Internationalen Controller Vereins (ICV) war die Verleihung der ICV-Ehrenmitgliedschaft an Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Péter Horváth, Geschäftsführer der IPRI gGmbH, Stuttgart. Der ICV hat eine herausragende Persönlichkeit der Controlling-Gemeinschaft geehrt, die im Inland und – wie ich immer wieder auch selbst erlebt habe – im Ausland große Hochachtung genießt.

Für Controlling.TV habe ich einen Filmbericht von der würdigen Zeremonie am 21. April 2013 in München erstellt. Darin sind große Ausschnitte aus der Laudatio des ICV-Vorstandsvorsitzenden, Siegfried Gänßlen, CEO Hansgrohe SE, der in seiner Rede die großen Verdienste Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Péter Horváths für den ICV, deren Ideenwerkstatt er unter anderem leitet, und für das Controlling würdigte.

Der Film enthält auch die Dankesworte des Geehrten und einen besonders emotionalen Moment der Auszeichnung: die Begegnung Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Péter Horváths mit Dr. Dr. h.c. Albrecht Deyhle, Controlling-Pionier, Gründer und Ehrenvorsitzender des Internationalen Controller Vereins. Péter Horváth bat Deyhle ebenfalls auf die Bühne zu kommen, denn der sei sein “Doktor-Vater der Praxis”, über ihn sei er erst zum Controlling gekommen. – Großartig!

Horvath GaensslenHorvath PortraetHorvath Deyhle

Hans-Peter Sander Internationaler Controller Verein, Szene

Danke, Manfred Grotheer, für das Congress-Weblog!

24. April 2013

1304220386Auf dem Balkon des Ballsaals im CongressCenter des Westin Grand Hotels verlebte unser Blogger-Kollege Manfred Grotheer die zwei Tage 38. Congress der Controller. Von dort sandte er seine – insgesamt 15! – topaktuellen Kurzberichte ins weltweite Netz.

Zuhören, zuschauen, das Gehörte und Gesehene sofort in einem Blogbeitrag verarbeiten; das ist eine sehr anspruchsvolle und anstrengende Arbeit. Manfred Grotheer hat das auch in diesem Jahr wieder großartig gemeistert (ein bisschen Lob gab es sogar hier im Blog von einzelnen Lesern); dafür ein herzliches Dankeschön! Weil ich – selber Tagungs-Blogger – genau weiß, was beim Livebloggen zu leisten ist, ziehe ich auch noch einmal ganz persönlich meinen Hut…!

Hans-Peter Sander Controller Congress 2013, Medienschau, Szene

Congress-Dokumentation und Controller-Congress 2014-Termin

23. April 2013

Die meisten Unterlagen werden in Kürze unter www.controllerverein.de zum Download bereitgestellt.

Der nächste Congress der Controller findet am 19. und 20. Mai 2014 in München statt. Vielleicht mögen Sie diesen Termin schon notieren.

Alles Gute und viel Erfolg bis zum nächsten Mal!

Ihr Blogger-Team vom ICV

Manfred Grotheer Sonstiges

Beruf: Controller – Berufung: Schiedsrichter

23. April 2013

Thorsten Kinhöfer ist Leiter Controlling bei der Stadtwerke Herne AG und im “2. Leben” FIFA-Schiedsrichter.

- Im Fußball sind Entscheidungen adhoc zu treffen. In Unternehmen hat man meistens mehr Vorbereitungszeit für Entscheidungen.

- Der Referee steht im Spannungsfeld von Nichtbeachtung und negativer Sonderbeachtung

- Situation im Stadion: 22 kritische Fußballspieler, Millionenpublikum, 20-30 Fernsehkameras

- Persönlicher Höherpunkt: Leitung des DFB-Pokal-Finale 2010, Bayern München gegen Werder Bremen.

- Einspielung von Video-Passagen und den aufgezeichneten Dialogen der Headset-Kommunikation des Schiedsrichter-Teams während kritischer Situationen in einem Endspiel der Europameisterschaft (wie beim Voice-Recorder im Flugzeug)

- Viele Entscheidungen werden intuitiv getroffen. Man kann nicht alles im Detail erkennen. Es gilt häufig, den Bewegungsablauf zu interpretieren.

- Es ist auch eine Sache der Erfahrung, da man über 100 Spiele auf höchstem Niveau geleitet hat.

- Wenn man viele intuitive Entscheidung mit einer Richtigkeit von 80-90 Prozent getroffen hat, dann schärft das auch die eigene Intuition.

- Wird eine intuitive Entscheidung (z.B. durch verdeckte Sicht) im Spiel durch Fakten im Nachhinein (per Headset-Funk vom 4. Offiziellen) bestätigt, wird dadurch das Selbstwertgefühl gestärkt, man bekommt “einen Lauf”.

- Welche Stärken helfen einem Referee: Verantwortung übernehmen; Souveränität und Besonnenheit; Menschenkenntnis, Mut, Durchsetzungsvermögen, Umsetzungsstärke, sich selbst bewusst sein, entscheidungsfreudig, reflektiert

- Wo Menschen urteilen, passieren Fehler (häufig bei Absatzpositionen), da das menschliche solche Situationen teilweise gar nicht so schnell richtig wahrnehmen kann. Das hat man entweder zu akzeptieren oder Maschinen einzusetzen.

- Mimik und Gestik haben großen Einfluss auf den Spielverlauf

Manfred Grotheer Sonstiges

Die Zukunft der europäischen Währungsunion

23. April 2013

Dr. Bernd Speyer, Co-Head DB Research, berichtet über

1. den Status Quo der Euro-Schuldenkrise
- Die Finanzmärkte reagieren gelassen auf die politischen Entwicklungen in diesem Jahr. Das liegt wahrscheinlich an folgendem “Dreiklang”: 1.) politische Bekenntnisse zur EWU; Konsolidierung; Deregulierung, Reformen; 2.) EFSF/ESM (finanzieren einen Teil der Anpassung unter Konditionalität); 3.) die EZB schafft Zeit für Reformen.

- Das BIP in der EWU in 2013 wahrscheinlich um -1% BIP gg. Vj. ausfallen wird.

- Die historisch hohe Arbeitslosigkeit in der EWU beinhaltet sozialen Sprengstoff.

- UK hat keine Euro, aber ist trotz Wechselkursveränderungen nicht erfolgreicher als die Euro-Zone.

2. Fortschritte bei der Anpassung

- Die fiskalische Konsolidierung kommt langsam voran
- Die Wettbewerbsfähigkeit erhöht sich durch einen Rückgang der Lohnstückkosten in Euroland.
- Abbau der Leistungsbilanzungleichgewichte innerhalb der EWU
- Der Bankensektor stabilisiert sich (Einlagen kehren zurück, aber noch kein Kreditwachstum)
- EZB-Bilanz verkürzt sich wieder

- Warum herrscht in der Realwirtschaft noch immer die Rezession? Die Rezession nach einer Überschuldung dauert deutlich länger! Die große Verschuldung der Euroland-Zone vor der Krise ist noch lange nicht zurückgeführt. Dieses Dilemma wird die europäische Wirtschaft noch über Jahre beeinflussen.

- Welche Optionen gibt es: 1.) Wir wachsen durch ein hohes Nominalwachstum aus der Krise heraus. Diese Option ist eher unwahrscheinlich für Europa. Eine weitere Option wäre Sparen. Diese Option wird zurzeit gewählt. Sie führt über einen längeren Zeitraum zur Deflation. Außerdem können nicht alle Länder gleichzeitig Überschüsse erzielen. Eine weitere Möglichkeit wäre die finanzielle Repression. Dabei wird der Privatsektor gezwungen, in Staatschulden zu investieren (z.B. Vermögensabgaben). Schließlich besteht noch die Möglichkeit eines Schuldenschnitts (Gläubiger leiden; Vermögensverlust).

- Die Überwindung der Schuldenkrise ist ein langer steiniger Weg, wodurch das Wachstum in Europa noch über eine längere Zeit gedämpft sein dürfte.
- Diese Anpassung wird durch einen Politikfehler erschwert, da europäische Staatsanleihen seit der Griechenland-Krise kein risikofreies Aktivum mehr sind. Dadurch werden die Refinanzierungskosten der Staaten auf Dauer erhöht.

3. Institutioneller Rahmen

Innerhalb der letzten 3 Jahre sind sehr viele Anpassungen im institutionellen Rahmen erfolgt, wovon im Einzelnen die Bereiche Wirtschaftsunion (z.B. stärkere Überwachung der Haushaltsplanung und der Haushaltspolitik sowie stärkere und schnellere Sanktionen), Bankenunion (z.B. gemeinsames Regelwerk), Fiskalunion (z.B. angemessene Fiskalkapazität zur Abfederung asymmetrischer Schocks) und politische Union (z. B. stärkere Mechanismen für demokratische Legitimität und Rechenschaftspflichten). Es geht darum, einem Ungleichgewicht vorzubeugen.

4. Politische Risiken

Wir stehen vor dem gleichen Problem wie bei den “Schröderschen Reformen (Agenda 2012)”. Die Entscheidung und die positiven Effekte fallen zeitlich deutlich auseinander. Halten das die Regierungen und die Bevölkerungen aus? Weitere Risiken: Zypern: Erfolg des Anpassungsprogramms; Italien: Regierungsbildung; Spanien: eigentlich eine “Erfolgsstory” in der Finanzkrise (aber: verpasst Rajoy wieder den richtigen Zeitpunkt?); Das eigentliche Problem im Reformprozess ist Frankreich, gerade weil es kein eigentliche Krisenland ist. Mit Frankreich entscheidet sich maßgeblich die Zukunft der Währungsunion. Gelingt es Frankreich, sich den “nördlichen” Gläubigerländern anzupassen? Die Zeit für tiefgehende Reformen wird knapp. Neben der Reformbereitschaft Frankreichs entscheidet sich die Zukunft der europäischen Union insbesondere durch die Mitgliedschaft UK’s in der Union, über die noch nicht offensiv diskutiert wird

Fazit:
- Der Anpassungsprozess der Peripherie läuft, wird aber noch dauern und bleibt anfällig für Schocks
- Ein kraftvoller institutioneller Rahmen für die Währungsunion entsteht (Disziplinierung der Wirtschaftspolitik; Bankenaufsicht; Anreizstrukturen sind noch eine Herausforderung
- die Schuldenkrise wird uns noch lange begleiten (nicht nur staatliche Schulden; nur die Wahl zwischen schlechten Alternativen)

Manfred Grotheer Sonstiges

Controlling im Krankenhaus

23. April 2013

Dipl.-Kff. Ines Manegold, Vorstand, KABEG – Krankenanstalten Betriebsgesellschaft, Klagenfurt, berichtet über ein steuerungsrelevantes Controlling und die Unterstützung der strategischen und operativen Entscheidungsfindung im Krankenhaus.

Folgenden Auftrag erhielt Frau Manegold zu Beginn ihrer aktuellen Position: 5 Krankenhäuser sollten zu einem Krankenhaus zusammengeführt, bei Standortsicherung für jedes Krankenhaus und Kündigungsschutz. Der Controller-Service hat dabei wesentlich unterstützt.

Wesentliche Aussagen:

- Sparen Sie nicht beim Cent beim Essen oder bei der Sauberkeit im Krankenhaus. Sie riskieren die Kundenzufriedenheit. Putzfrauen sind wichtige Gesprächspartner der Patienten.
- Im Krankenhaus können nur die Kosten und die Anzahl der Leistungen gesteuert werden, da der Erlös pro Leistungseinheit vorgegeben ist.
- Das Krankenhauscontrolling ist für die betriebswirtschaftliche Planung, Steuerung und Kontrolle sowie für die Informationsversorgung des Krankenhauses zuständig.
- In Österreich ist die Kostenrechnung im Krankenhaus stärker ausgeprägt als in Deutschland
- Im Krankenhaus muss sich der Controller kommunikativ auf verschiedene Ansprechpartner (Ärzte, Apotheker, Einkäufer, Schwestern, etc.) einstellen
- Wirksames Controlling umfasst weit mehr als das Präsentieren und Interpretieren von Zahlen
- Morgens hat der Vorstand zum Start des Tages alle relevanten Informationen (des Vortages) auf dem Bildschirm
- Der Schnelligkeit ist im Zweifelsfall vor einer übertriebenen Genauigkeit der Vorzug zu geben (80:20 Regel)
- Um ihren Steuerungszweck zu erfüllen, müssen Berichte folgende vier Kriterien erfüllen:
    - Berichte müssen die drei Informationskategorien “Plan”, “Ist” und “Wird (Forecast)” enthalten
    - die kommunizierten Informationen müssen mit einer Ursachenanalyse versehen sein
    - die Ergebniswirksamkeit der Abweichungen muss verdeutlich werden
    - die Unternehmensziele und festgelegten Maßnahmen müssen mit den berichteten Zahlen in Verbindung gebracht werden

- Um nicht von Zahlenlawinen überrollt zu werden und den Blick fürs Wesentliche zu behalten, kann man z.B. bei Abweichungsanalysen mit Toleranzgrenzen arbeiten; das bedeutet, dass in der Planung für einzelne Berichtspositionen Schwankungsbreiten festgelegt werden, die als normal bzw. zufallsbedingt angesehen werden.
- Je höher die Hierarchieebene, desto verdichteter die Informationen
- idealerweise wird die Hierarchie auch beim Berichtsversand elektronisch unterstützt
- für die Berichtskommunikation bedarf es auch einen regelmäßigen Informationsaustausches – idealerweise in Form eines zweimonatigen Controlling-Gesprächs mit den budgetverantwortlichen Managern.
- Wenn trotz regelmäßiger Berichterstattung und Steuerungsgesprächen die Kosten die Erlöse übersteigen, muss man zu alternativen Methoden der Prozesssteuerung greifen: dem Target-Costing.
- Patienten sollten heute mutiger und aufgeklärter auftreten.

Manfred Grotheer Sonstiges

Der Controller als Businesspartner aus Sicht des CFO

23. April 2013

Karl-Heinz Steinke, Leiter Konzerncontrolling der Deutschen Lufthansa AG, berichtet stellvertretend für Frau S. Menne, Mitglied des Vorstandes und CFO, Deutsche Lufthansa AG, Köln, über die Rolle des Controllers als Businesspartner bei der Lufthansa. Für die Rolle als Business Partner hat der Controller einen stärkeren Fokus auf die Interpretation von Daten zu legen. Früher “Data Management”: Daten sammeln, Geschäftsjahr planen, Analysen erarbeiten, Ergebnis präsentieren, Forecast erstellen. Heute “Data Interpretation”: Entscheidungen vorbereiten, Optionen evaluieren, Vorhaben analysieren, Risiken managen, Sensitivitätsanalysen erstellen.

Dazu hat der Controller erweiterte Aufgaben zu übernehmen: Handlungsoptionen sind abzubilden (Sensitivitätsanalysen); Strategievarianten sind quantitativ zu bewerten (Risiken und Chancen sind rechenbar zu machen); Risiken sind zu identifizieren und objektiv zu bewerten; es sind transparente Entscheidungsbasen herzustellen; es ist eine hohe Qualität der Informationen sicherzustellen.

Das Verhältnis zwischen ZFO und Controller sollte durch Vertrauen und Glaubwürdigkeit geprägt sein, indem: Controller und CFO eng, vertrauensvoll und partnerschaftlich zusammenarbeiten; eine frühzeitige Einbindung in Themen von beiden Seiten erfolgt; ein hoher Leistungsstandard herrscht; eine Rücksichtnahme auf Eigenarten und Bedürfnisse des Anderen erfolgt; ein Verständnis für die gegenseitige Abhängigkeit besteht; “Finger in die Wunde” gelegt werden; jeweils eine eigene Meinung existiert und verstanden wird. Weiterhin muss sich der Controller seine Glaubwürdigkeit und das Vertrauen des CFO verdienen.

Je komplexer die Welt, desto wichtiger wird das Zusammenspiel zwischen CFO und Controller!

Manfred Grotheer Sonstiges

Wie führt man ein globales Unternehmen erfolgreich?

23. April 2013

Eine alte Moderationsregel lautet: “Start und Landung angeschnallt”, d.h. an den Anfang und das Ende einer Veranstaltung müssen “Erfolgsgaranten” gesetzt werden. Zum Start des 2. Veranstaltungstages des 38. Congress der Controller. Für den Start des 2. Kongress-Tages tritt das auf jeden Fall zu. Albert M. Baehny, Präsident und CEO, Geberit International AG, Rapperswil-Jona (CH) stellt dar, wie sich eine erhöhte Profitabilität durch qualitatives Wachstum und kontinuierliche Prozessoptimierung realisieren lässt. Geberit erzielte in den letzten 10 Jahren jeweils eine EBIDA-Marge von mehr als 20 Prozent ! Seit 2006 beträgt der ROIC ebenfalls über 20 Prozent, auch in einem schwierigen Umfeld. Geberit zeigte eine deutlich bessere Aktienrendite als der Schweizer-Aktienindex (im Durchschnitt).

Geberit entwickelte eine Roadmap. Einerseits sollte Wachstum durch Fokussierung auf Sanitärtechnologie, Bekenntnis zu Innovationen und selektive geografische Expansion erzielt werden.

Andererseits sollte die Produktivität durch eine kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse realisiert werden. Dabei wurden folgende 6. Initiativen gebildet: 1. Innovationsprozess als Roadmap, 2. Internes Transfer-Preissystem, 3. Ausrichtung von Marketing, Produkt-Management und Verkauf, 4. Produktionsprozesse, 5. Optimierte Logistik, 6. Langfristige Nachhaltigkeitsziele und Strategie.

Weitere zentrale Aussagen in diesem Vortrag:

Vorsichtig sein, mit brillanten Folien der Investment-Banker. Man muss lernen “Nein” zu sagen.

Ein Manager muss mindestens 8 Leute direkt führen, um sich um das Wesentliche zu kümmern. Es soll in der “Hubschrauber-Perspektive” arbeiten, auf der politischen Ebene, und nicht im Detail.

Die Mitarbeiter sollen keinen lokalen Helden sein, sondern für das Ganze sein. Menschen, die nicht in die Geberit-Kultur passen, müssen gehen!

Das Wichtigste sind nicht die Mitarbeiter, sondern die richtigen (!) Mitarbeiter.

Ein absoluter begeisternder und motivierender Vortrag. Eine absolute Success-Story! Herzlichen Dank, Herrn Baehny!

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Manfred Grotheer Sonstiges

Oi Torpedo