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Archiv für die Kategorie ‘Live-Blog CIS 2007’

CIS 2007: Zum Abschluss ein besonderer Dank

23. November 2007

Abschied Berger-Vogel

Prof. Dr. Heimo Losbichler, Stellv. ICV-Vorsitzender, schließt die CIS 2007. Er nutzt sein Schlusswort, Dr. Wolfgang Berger-Vogel besonders herzlich zu danken, der bis Mai 2007 Vorsitzender des Internationalen Controller Vereins war. Er habe maßgeblich zur erfolgreichen Entwicklung der CIS beigetragen. Besonders schätze Losbichler Berger-Vogels Persönlichkeit: Seine Fähigkeit zuzuhören und seinen Humor genauso wie die Konsequenz, mit der Dr. Berger-Vogel seine Meinung vertritt, ohne dabei seinen Gegenüber zu verletzen.   

Losbichler lädt schließlich die Zuhörer zur 7. Controlling Insights Steyr am 21. November 2008 ein.

Eine hervorragende Veranstaltung ist zu Ende. Alle Referenten haben auch dieses Jahr wieder über 200 Gästen sehr konkrete Einblicke in ihre Praxis gewährt: echte “Insights”. – Gratulation!

Hans-Peter Sander Live-Blog CIS 2007

Post Merger Integration im Finanzbereich – Herausforderungen und Lösungsvorschläge

23. November 2007

In den letzten Jahren ist Böhler Uddeholm durch Aquisitionen und Investitionen gewachsen, möchte in den nächsten Jahren jedoch durch organisches Wachstum diesen Trend fortsetzen.
Mag. Horst Königslehner geht bei der Übernahme durch die voestalpine AG sehr auf die rechtlichen Rechte und Pflichten der Vertragspartner ein.
Je feindlicher die Übernahme desto schwieriger wird das Zusammenarbeiten, deswegen strebte Böhler Uddeholm eine freundliche Übernahme durch die voestapline AG an.

Integrationskonzept: Unternehmen rasch wieder handlungsfähig machen, Synergien erreichen, jeweils zwei Teammitglieder je Integrationsbereich, Kommunikation sehr wichtig.

Allgemeines Integrationskonzept: Pooling des Einkaufsvolumen, Rohstoffsicherungen, änderung des Geschäftsjahres, Budgets und mittelfristige Planung, Berichtstermine.

Resümee:
eine PPA (Purchase Price Allocation) ist durchzuführen, hohe Anofrderungen an Qualität und Zuverlässigkeit der Ergebnisplanung, Finanzwesen transparenter und kostengünstiger.

Synergien liegen vor allem im gemeinsamen Einkauf, IT, nicht jedoch bei den Produkten (Edelstahl und Wertstahl). Synergien sollten jedoch nicht die einzigen Gründe sein um eine Akquisition zu tätigen.

Persönliche Aspekte von Mag. Horst Königslehner:
.) unterschätzen Sie nicht die Unternehmenskulturen
.) Würdigen Sie die Leistungen des erworbenen Unternehmens
.) Setzen Sie persönliche Beziehungen ein, einer entstehenden Polarisierung entgegenzuarbeiten.
. ) Es gibt kein “wir” und kein “die”: es gibt nur eine gemeinsame (erfolgreiche) Zukunft.

Michael Martischnig Internationaler Controller Verein, Live-Blog CIS 2007

CIS 2007: Regeln erfolgreicher Integration

23. November 2007

Königslehner Horst Königslehner (1) Auditorium 9

“Post Merger Integration im Finanzbereich – Herausforderungen und Lösungswege” ist das Thema von Mag. Horst Königslehner, CFO der Böhler Uddeholm AG. Er schildert die Entwicklung des weltweit operierenden Edelstahl- und Werkstoffunternehmens, die gekennzeichnet war durch eine Reihe von Akquisitionen, und schließlich durch die Übernahme durch die voestalpine AG. Wir erleben einen interessanten Erfahrungsbericht, der “Regeln für eine erfolgreiche Integration” vermittelt. Besonderes Augenmerk lenkt er auf die Integrationsthemen im Finanzbereich, etwa bei Bilanzen und Konsolidierung, Controlling, Treasury sowie Steuern. Danach widmet sich Königslehner der Puchase Price Allocation. Zum Schluss fasst er seine Erkenntnisse aus seiner persönlichen Sicht zusammen. Dabei wirbt er, sowohl das erworbene als auch das erwerbende Unternehmen zu respektieren.

Hans-Peter Sander Live-Blog CIS 2007

Risikocontrolling – damit Chancen keine Risiken werden

23. November 2007

Zertifizierung, Risikoübernahme und Rating sind die großen Anforderungen an die Luftfahrtindustrie.

Neuprojekt: Cockpit Door
Aufgrund einer gesetzlichen Regelung nach den Terroranschlägen vom 9/11 wurden gesetzliche Bestimmungen für die Luftfahrtindustrie eingeführt. Dies war eine große Chance für FACC, da eine große Nachfrage am Markt herrschte, da eine kurze Übergangsphase vorgegeben war und sich daraus eine gute Marge versprach, da weiters nur 1 Konkurrent vorhanden war. Aufgrund von fehlenden Kapazitäten an erfahrenen Entwicklungsingenieuren wurden wichtige Sicherheitsaspekte nicht berücksichtigt, die amerikanische Sicherheitsbehörde wendete nicht bekannte Prüftechniken an und so schaffte FACC die nötige Prüfung nicht. Es konnte jedoch ein Konkurrent einspringen und so musste man nicht die erwarteten Schadenersatzansprüche der Industrie befriedigen. Aus den Fehlern wurde insofern gelernt, dass man diese als Kontrollpunkte in die Checkliste der Projetkabwicklungen eingebaut hat.

Michael Martischnig Internationaler Controller Verein, Live-Blog CIS 2007

CIS 2007: “Risikocontrolling – damit Chancen keine Risiken werden”

23. November 2007

Auditorium 7 Klaus Zojer Zuhörer Gänßlen

Mag. Klaus Zojer, ehem. Finanzvorstand FACC, referiert nun über eine erfolgreiche Unternehmenssteuerung in projektorientierten Geschäftsfeldern. Er beschreibt die “Chancen- und Risikenlandschaft” in der Luftfahrtindustrie, leitet daraus das Anforderungsprofil an Zulieferbetriebe ab. Schließlich stellt er Lösungsansätze und Erfahrungen aus der Controlling- und Reportingfunktion ab. Interessant seine Projektbeschreibung “Durchschusssichere Cockpit-Tür” und die daraus gezogenen Lehren. 

Hans-Peter Sander Live-Blog CIS 2007

CIS 2007: “‘Unpopuläres’ richtig kommunizieren”

23. November 2007

Auditorium 5 Brunhofer 1 Auditorium 6

Nach der Mittagspause setzt die CIS 2007 mit Roland Brunhofer, Journalist vom ORF Landesstudio OÖ, fort. Sein Thema: “Erfolgsfaktor Kommunikation – Unpopuläre Maßnahmen richtig kommunizieren”. Er will sich z.B. “typischen Kommunikationsdefiziten von Controllern” widmen, ”ein paar Gedankenanstöße” geben. Anfangs berichtet er von einer gestrigen Umfrage unter 30 Kollegen in seinem Studio, wie diese Controller sehen: “80% sagen, dass sind die, die andere ‘kontrollieren’.” – Dies sei ein ganz anderes Bild, als die Controller von sich haben. Und die seien auch selbst schuld daran, verweist auf die Sprache, die vor Anglizismen strotzt. Controller sollten nicht davon ausgehen, dass ihr Manager immer das alles so verstehe, was ihm der Controller sagen wollte. Sein Credo: “Entscheidend ist, wie etwas gesagt wird, nicht, was gesagt wird. Es kommt auf Emotionen an!” – Ein interessanter, lebendiger Vortrag, der großen Beifall findet – und zum Nachdenken anregt. Die beschriebenen “Kommunikationsdefizite der Controller” sind sicher auch auf andere Kreise projizierbar.

Hans-Peter Sander Live-Blog CIS 2007

Erfolgsfaktor Kommunikation – Unpopuläre Maßnahmen richtig kommunizieren!

23. November 2007

Controller sind in der Öffentlichkeit fälschlicherweise unter denen bekannt, die die Mitarbeiter kontrollieren.
Die Mediale Halbwertszeit ist 10 Minuten. D.h. man weiß nur mehr wer etwas gesagt hat, nicht was jemand gesagt hat.
Der Vortragende Herr Roland Brunhofer (Journalist, ORF Landesstudio OÖ) bringt eine aufheiternd lockere Stimmung in den Vortragssaal.
Der Mensch kommuniziert das was er will. Man konsumiert ein Programm um seine Meinung zu bestätigen!
Kommunikationsverweigerung = Schuldeingeständnis
Empfehlungen von Herrn Brunhofer: Fachbegriffe und Anglizismen vermeiden, Botschaften so vorbereiten, dass sie fast jeder verstehen kann, einfache Botschaften immer wieder wiederholen (Politiker pers. Anm);
Wie verkaufe ich die Zukunft? Mit der Intuition!
Informationen müssen richtig “verpackt” werden. Man muss auf Kulturunterschiede große Rücksicht nehmen, auch wenn man die selbe Sprache spricht.
Was will ich erreichen? Man muss sich auf das Niveau des Mitarbeiters anpassen.

Michael Martischnig Internationaler Controller Verein, Live-Blog CIS 2007

CIS 2007: voestalpine Division Stahl – Firmenmitgliedschaft im ICV

23. November 2007

Urkunde Urkunde 2

Gerade haben Alfred Düsing, Vorstand Finanzen der voestalpine Division Stahl, und Heimo Losbichler, Stellv. ICV-Vorsitzender, eine Urkunde unterzeichnet, mit der die Firmenmitgliedschaft von voestalpine Division Stahl im ICV besiegelt wird. Alfred Düsing erklärt: “Ich bin stolz auf die ‘Mitgliedsnummer 1′ als österreichisches Firmenmitglied des Internationalen Controller Vereins. Auch damit zeigen wir wieder einmal: ’voestalpine, einen Schritt voraus.’” – Willkommen!

Hans-Peter Sander Internationaler Controller Verein, Live-Blog CIS 2007

Podiumsdiskussion: “Die Zukunft der Budgetierung – Effizienz und Steuerbarkeit in dynamischen Märkten?”

23. November 2007

“Nicht die Planzielgröße sondern der Vergleich zur Konkurrenz, zur Marktentwicklung” wird beim BB interpretiert (Prof. Franz Röösli, FH Nordwestschweiz)
“Missverständnis, da Beyond Budgeting mehr ein Managementmodell ist ” (Prof. Dr. Martin Tschandl, FH Joanneum)

“Anders und schneller budgetieren, 3 jährige Planung, nicht Strategie je nach Markt rollender Forecast (Mix zwischen Forecast und Vorschau), das Beste aus beiden Bereichen, das alte Budget ist Tod! (Siegfried Gänßlen, CFO Hansgrohe AG)
“Budget ist ein Werkzeug, und dieses Werkzeug gehört weiterentwickelt; Jungunternehmer braucht Zahlen zur Finanzmittelbeschaffung.” (Mag. Christoph Wurm, Vorstandsdirektor VKB)
“BB ist ganzheitliches Managementkonzept und heißt Dezentralisierung.” (Prof. Franz Röösli, FH Nordwestschweiz)
“Beyond Budgeting, als Begriff, verleitet zur Diskussion über Budgetierung.” (Prof. Dr. Martin Tschandl, FH Joanneum)
“Führen eines Konzerns ist nur aufgrund konkreter und nicht relativer Planzahlen möglich.” (Dr. Wolfgang Berger-Vogel Vorsitzender der IGC)
“Dezentralisierung ist wesentlicher Faktor von BB, je mehr Dezentralisation desto mehr Koordination ist aber nötig.
“BB für Branchen in der Dynamik herrscht, herrscht nicht in jeder Branche Dynamik?!” (Prof. Franz Röösli, FH Nordwestschweiz)
“Sowohl als auch, Zahlengerüst um (be)urteilen, Planung zur Orientierung, Budget als Richtlinie für 1 Jahr und für 2. und 3. als Indizes.” (Mag. Alfred Düsing CFO voestalpine Stahl GmbH)
“Planung in Aktivitäten und nicht in Zahlen, nur so tief koordiniert wie nötig.” (Prof. Franz Röösli, FH Nordwestschweiz)

Michael Martischnig Live-Blog CIS 2007

CIS 2007: Podiumsdiskussion sucht gemeinsame Nenner

23. November 2007

Podiumsdiskussion

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion (v.l.n.r.): Prof. Dr. Martin Tschandl, FH JOHANNEUM, Kapfenberg; Siegfried Gänßlen, ICV-Vorsitzender und CFO Hansgrohe AG, Schiltach; Prof. Franz Röösli, FH Nordwestschweiz, Direktor BBRT; Dr. Wolfgang Berger-Vogel, Vors. der IGC; Christoph Wurm, Vorstandsdirektor VKB-Bank; Moderator Mag. Dietmar Mascher, Ressortleiter Wirtschaft OÖN.

Diskussion Diskussion 2 Diskussion 3

Die Runde auf dem Podium nimmt Prof. Röösli “in die Mitte”. Es wird fair und konstruktiv diskutiert. Die Debatte kann ich hier nicht widergeben, aber einige – sehr subjektiv ausgewählte, und aus dem Zusammenhang gerissene - Statements:

Prof. Röösli: “Wir sind überhaupt nicht gegen Planung, und nicht gegen Zahlen.” “Wie beim Skirennen geht es letztlich darum, wer schneller (besser) als der Wettbewerb ist.”

Christoph Wurm: “Ohne Zahlen geht nichts nichts. Aber Zahlen sind nicht alles.”

Dr. Wolfgang Berger-Vogel: “Starke Dezentralisierung braucht zugleich eine stärkere Koordination.”

Prof. Dr. Martin Tschandl: “Natürlich, wir haben Probleme mit der Budgetierung.”; ”Hier handelt es sich um ein Management-Modell, das für das neue Zeitalter ideal sein kann.”

Siegfried Gänßlen: “Das enge alte Budget-Korsett muss verlassen werden.”; “Das alte Budget ist tot.”

Ein Zuhörer aus dem Auditorium: “Wir brauchen kein ‘entweder oder’, sondern ein ’sowohl als auch’.”

Hans-Peter Sander Live-Blog CIS 2007

Oi Torpedo