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Archiv für die Kategorie ‘Controlling & KMUs’

BI Symposium 2009, 01.12.1009, Stuttgart

28. Oktober 2009

Status Quo Business Intelligence – Chancen und Herausforderungen
Fokusthema: Wertbeitrag von Business Intelligence

BI Symposium 2009

BI hat als erfolgskritischer Baustein für eine zukunftsorientierte strategische Unternehmensführung seinen Einzug in die Unternehmen gefunden und ist Bestandteil unternehmerischen Denkens geworden.

Das Steinbeis-Transferzentrum Institut für Business Intelligence (IBI) führt daher eine jährliche Positionsbestimmung durch: Welche Erfahrungen wurden gemacht? Was hat sich bewährt? Wo besteht Handlungsbedarf?

Diese Fragestellungen werden im direkten Dialog mit den Anwendern, Herstellern und Vertretern aus Hochschulen erörtert. Das IBI bietet dieses Symposiums als Plattform für einen solchen Erfahrungsaustausch an.

Fokusthemen der Veranstaltung werden sein:
- Wertbeitrag von Business Intelligence
- Stand und Entwicklungstendenzen von Business Intelligence
- Best Practice in Anwenderunternehmen (Mittelstand und Großunternehmen)
- Expertenrunde

Neben dem Meinungsaustausch und der Diskussion über neu auftretende Fragestellungen besteht für die Teilnehmer die Möglichkeit gemeinsam mit den anwesenden IBI-Partnern individuelle Anforderungen zu besprechen und Erfahrungen auszutauschen.

Zielgruppe: Anwender, Nachwuchskräfte und Interessierte im Bereich BI

Mitglieder des Internationalen Controllervereins (ICV) erhalten eine ermäßigte Teilnahmegebühr von 50 € zzgl. MwSt.

Weitere Informationen, Agenda und Online-Anmeldung unter http://www.i-bi.de/symposium (Bitte ICV Mitgliedes-Nr im Bemerkungsfeld angeben)

Andreas Seufert Controlling & IT, BI, Excel,..., Controlling & KMUs, Methoden & Erfahrungen, Sonstiges, Szene , , ,

Maßanzug für Kleinstunternehmen

27. Oktober 2009

Unternehmer im Dialog“ ist eine regionale Initiative des Uttinger Unternehmers Niklas Weyer und des Landsberger Unternehmers Ingolf Brauner im Rahmen des Bundes der Selbständigen/Dt. Gewerbeverband. Dazu gehören regelmäßige Abende, bei denen Referenten aus der Region Themen vorstellen, über die anschließend praxisorientiert diskutiert wird. Gestern Abend stand „Controlling“ auf der Agenda: „Wie viel Controlling braucht der Mittelstand?“

Referenten waren Andreas Bölscher und Gernot Meyer von der ControllerTeam Ltd. München, beide auch Mitglied im Internationalen Controller Verein. Beachtlich, dass dieses für diesen Teilnehmerkreis „nicht leichte“ und wohl auch ungewöhnliche Thema über 20 Unternehmer in den Dialog im Landgasthof irgendwo zwischen München, Landsberg am Lech und dem Ammersee locken konnte: Kleinstunternehmer und Selbständige aus der Region und aus unterschiedlichsten Bereichen – vom EDV-Unternehmer über Handels- und Versicherungsvertreter, Personal- oder auch PR-Berater bis hin zur Bestattungsunternehmerin. Mehr…

Hans-Peter Sander Controlling & KMUs, Methoden & Erfahrungen, Szene

Studie über Status quo von BI-Software in mittelständischen Unternehmen im deutschsprachigen Raum.

13. Juni 2008

Die Begrifflichkeit für Business Intelligence ist weit gefächert: Berichtswesen, Reporting-System, Management Informationssystem und Business Intelligence sind die am häufigsten eingesetzten Bezeich-nungen. Die Begriffe Corporate Performance Management (Software) und Business Performance Management (Software) werden nur in drei, beziehungsweise in vier Prozent der Unternehmen verwendet.

  • In weniger als der Hälfte (49 Prozent) der befragten Unternehmen wird bereits Software zur Unternehmenssteuerung genutzt, aber 40 Prozent planen einen Einsatz. Berichtswesen, Datenanalyse, Planung und Budgetierung sowie Konsolidierung werden bereits häufig eingesetzt.
  • Die Realisierung von Balanced Scorecards und Management Dashboards sind bei 50 Prozent der Teilnehmer in Planung.
  • 55 Prozent der befragten Personen sind zufrieden oder sehr zufrieden mit der Unterstützung durch Reportingwerkzeuge bei Ihrer täglichen Arbeit. Datenqualität ist sowohl die wichtigste Eigenschaft als auch der wichtigste Kritikpunkt an Business-Intelligence-Software.
  • Abfragegeschwindigkeit und die Einfachheit von Prozessen zur Berichtserstellung werden ebenso für sehr wichtig, aber unzureichend gelöst erachtet. Die deutliche Mehrheit der Unternehmen (79 Prozent) versorgt weniger als 20 Prozent ihrer Mitarbeiter mit Berichten.
  • SAP, Cognos sowie Microsoft sind die drei bekanntesten Anbieter für Berichtserstellung und Analyse. Die drei am häufigsten eingesetzten Werkzeuge für Berichtserstellung und Analyse sind Microsoft Office-Produkte.

Grundlage der empirischen Untersuchung ist eine Stichprobe mittelständischer Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum. Unter Berücksichtigung des Untersuchungsgegenstands wurde das Mittelstandssegment eigens definiert. Zielgruppe waren Unternehmen, mit einem Jahresumsatz zwischen 50 Millionen und 1 Milliarde Euro. Die Umfrage fand im Zeitraum Januar bis März 2007 statt. Auf Basis der Kriterien wurden 2145 ausge-wählte Probanden persönlich kontaktiert, von denen 159 Personen den internetbasierten Fragebogen beantworteten. Das entspricht einer Rücklaufquote von 7,4 Prozent. Zusätzlich wurde die Umfrage über Newsletter sowie durch Werbung in IT-Fachzeitschriften beworben, wodurch 48 Umfrageteilnehmer gewon-nen wurden. 72 weitere Teilnehmer konnten unter den Besuchern der BARC Tagung „Planung und Controlling im Mittelstand“ am 13. und 14. Februar 2007 in Würzburg befragt werden. Damit gingen insgesamt 279 ausgefüllte Fragebögen ein.

Andreas Bölscher Controlling & IT, BI, Excel,..., Controlling & KMUs, Medienschau

Fahnen über Rome: warum Gewissheiten tödlich langweilig sind

15. Dezember 2007

Unsicherheit, Ungewissheit, Risiko sind die unvermeidbaren Nebenbedingungen wirtschaftlichen Handelns. Glücklicherweise.

Ach, die besinnlichen Tage. Wo kommen wir her, wo gehen wir hin? Selbst beinharte Manager und strenge Controller schauen in diesen Tagen mal nachdenklich aus dem Fenster. Im Ballsaal des Hotel de Rome in Berlin fand das als kollektive Gruppentherapie statt. Zwischen Kylie Minogue und FAZ luden Bissantz & Bella ein. Gewissheiten gab es an diesem Tag keine. Außer der, dass gleich an den Weihnachtsmann glauben kann, wer auf Infotainment im Managementreporting setzt.

Referenten Bissantz Executive-Forum Berlin 2007

Statt dessen demonstrierte Professor Sven Piechota, wie manipulierbar unsere Wahrnehmung ist, warb für mehr Fachlichkeit und die Revitalisierung klassischer Konzepte für sinnhafte kollaborative Steuerung. Professor Rolf Hichert geißelte Berichte, die nichts berichten und erklärte therapeutische Maßnahmen für informationsdichtes Reporting. Axel Köhnken von der Nordsee und Jens Ritterhoff von der Swiss zeigten wie unterschiedlich die Ansätze sein können, die man mit denselben Mitteln realisieren kann.

Auch in anderen Fragen blieb die Welt bunt und vielfältig. So waren Referenten und Gäste alles andere als einig, wieviel Verantwortung das Controlling übernehmen soll. Endet sie dort, wo alle nötigen Zahlen sauber geordnet, kontextreich und dicht als Entscheidungshilfe aufbereitet und bereitgestellt sind oder ist das Controlling Gutachter, der eine Handlungsempfehlung ausspricht? Wenn letzteres gewagt wird, dann aber bitte nach folgenden Regeln für den geglückten Spagat.

A propos Regeln: Dass es die nicht ohne Ausnahme gibt, gehörte zur Lust an der Differenzierung, die an diesem Tag gepflegt wurde. Bella hat mal wieder ein Beispiel dazu. Aber es gelangen auch einige sehr klare Positionsbestimmungen. Zum Beispiel die, dass es nicht Ziel des Controlling sein kann, Dienstleistungen anzubieten, für die es morgen schon indische Outsourcing-Alternativen gibt (Jens Ritterhoff).

Dr. Nicolas Bissantz "Bella berät", Controlling & IT, BI, Excel,..., Controlling & KMUs, Methoden & Erfahrungen, Szene

Dashboards sind doch viel zu kompliziert

15. November 2007

Jetzt mal im Ernst: Wenn das Controlling ohnehin mit Ampeln entscheiden muss, was für Manager wichtig ist, dann lässt sich der ganze Aufwand für das Managementreporting doch noch deutlich weiter reduzieren.

Der Pförtner bekommt einen Flaggenköcher, ein bisschen Einweisung und jeden Morgen einen Anruf vom Controller. Dann stellt er sich gut sichtbar vor das Werkstor. Die Bedeutung der Signale haben Pförtner und Manager schnell gelernt.

grüneFlagge Alles OK. Am Werkstor vorbeifahren, direkt weiter zur Investmentbank, Übernahme Wettbewerber planen.
blaueFlagge Ein Wettbewerber droht uns abzuhängen. Der Pförtner hält die Telefonnummer des Headhunters bereit, vielleicht können Sie dort anheuern.
gelbeFlagge Ob es wirklich gefährlich ist, weiß das Controlling noch nicht, die Berichte sind nicht durchgelaufen. Bis der Consultant des BI-Anbieters da war, treffen sich alle in der Tiefgarage.
roteFlagge Das Unternehmen wird fusioniert. Controlling gibt es bis auf weiteres keins.
rotGelbGestreifteFlagge Rutschgefahr. Aufsichtsrat hat Sparklines entdeckt. Schnell ins Büro, Bella konsultieren.

Dr. Nicolas Bissantz "Bella berät", Controlling & IT, BI, Excel,..., Controlling & KMUs, Internationaler Controller Verein, Methoden & Erfahrungen

PowerPoint lässt Raumfähren abstürzen, für Banken reichen Ampelfunktionen

15. September 2007

Der Verwaltungsrat der Sächsischen Landesbank hat die Risiken seiner Investments unterschätzt. Mit dramatischen Folgen für die Bank. Ampelfunktionen scheinen daran nicht ganz unbeteiligt zu sein.

Dass die Raumfähren Challenger und Columbia abstürzten, wird inzwischen mehr damit in Zusammenhang gebracht, was am Boden geschah, als damit, was in der Luft passierte. Eine große Rolle spielt dabei die Frage nach der geeigneten Darstellung von Information. Die Untersuchungskommission zum Absturz der Columbia kritisiert, dass Risikoevaluationen in der NASA nicht mehr mittels technischer Berichte, sondern in PowerPoint-Präsentationen stattfinden. Projektionsbedingungen diktieren Vereinfachung und Verdichtung. Auf dem Weg durch die Hierarchie gehen entscheidende Informationen verloren. Risiken werden nicht erkannt oder falsch eingeschätzt.

Ronald Weckesser, Tagesthemen 27.08.2007
Ronald Weckesser, Verwaltungsrat Sachsen LB
in den Tagesthemen vom 27. August 2007

Ich finde, eine Untersuchungskommission zum Verkauf der Sachsen LB sollte ebenfalls nach dem dort vorherrschenden Informationsparadigma fragen. Im Strudel der US-Hypothekenkrise war die Bank in Schieflage geraten und wurde in wenigen Tagen an die Landesbank Baden-Württemberg verkauft. Der genaue Schaden steht noch nicht fest, klar scheint aber jetzt schon, dass der Steuerzahler dafür aufkommen müssen wird. Das Land Sachsen hat bereits Garantieerklärungen abgegeben.

Falls die Ausführungen des Verwaltungsrats Ronald Weckesser in den Tagesthemen ein treffendes Bild der Lage zeichnen, besteht Diskussionsbedarf:

“Man kriegt ja regelmäßig den Risikobericht, da kann man nachgucken. Und da hat man so eine kleine Ampel drin, mit den drei Farben, rot, gelb, grün. Und wenn es grün ist, und der überwiegende Teil war eben im grünen Bereich, hoch geratet von internationalen Agenturen, “Triple A” heißt das, sagt man, na, dann scheint es so zu gehen.”

Bellas und Petras Meinung zu Ampeln kennen wir schon.

Dr. Nicolas Bissantz "Bella berät", Controlling & IT, BI, Excel,..., Controlling & KMUs, Medienschau, Methoden & Erfahrungen, Sonstiges

Sprachliches Imponiergehabe: „Metriken“

15. August 2007

Fahrer im Gespräch

Wortneuschöpfungen können herrlich schöpferisch sein. Oder ärgerlich. Manchmal auch einfach nur überflüssig.

Mein Lieblingswort ist Handy, weil es das im Englischen gar nicht gibt, sondern dort Mobile oder Cell Phone heißt. Noch ein bisschen lustiger wäre es, wenn es ein Handie wäre und wir auf klangliche Anbiederung verzichten könnten. Sei’s drum. Eine ganze Weile war das Lateinische, das Griechische und das Französische chic. Diesen Moden verdanken wir so schöne Neologismen wie eben dieselben oder das Trottoir. Fisematenten haben unsere Großmütter erfunden, die unsere Mütter davor warnten dem „Visitez ma tente“ der französischen Soldaten nachzugehen. Ich meine auch, dass Menschen, die ins Office gehen, das mit einer fröhlicheren Haltung tun, als mancher sprachlicher Schutzpatron, der uns lieber im Büro sähe.

Das Deutsche besticht durch das freie Kombinieren von Substantiven. Das verleiht vielem hohe Selbsterklärungskraft. „Datenmustererkennung“ ist durchaus sprechend. Durchgesetzt hat es sich nicht. Das Englische liefert metaphernstarke Alternativen, die auch unter Wissenschaftlern keinen Mangel an Ernsthaftigkeit signalisieren. „Datenbergbau“ klingt im Deutschen lächerlich. „Data Mining“ hingegen transportiert im Englischen und im Deutschen Faszination. Ähnliches gilt für „Business Intelligence“.

Manches tut auch weh. „Metrik“ ist die Lehre vom Vers, vom Takt und ein Abstandsbegriff. Im Deutschen und im Englischen. Jetzt kommen die „Metriken“ über uns. Im Plural bisher unbekannt. Gemeint sind: Zahlen.

Wenn es gilt, sprachliche Wiederholung zu vermeiden, stehen Größen, Werte, Indikatoren, Messgrößen, Maßzahlen, Kennziffern bereit. Wer genauer sagen will, wovon er spricht, der hat reiche Auswahl unter Messungen, Buchungen, Abweichungen, Differenzen, Anteilen, Prozenten oder Absolutwerten.

Zum Teufel mit den Metriken.

Dr. Nicolas Bissantz "Bella berät", Controlling & IT, BI, Excel,..., Controlling & KMUs, Methoden & Erfahrungen, Szene

Gemeinheiten I: Der Pathosfaktor

15. Juni 2007

Die Berichterstattung über Finanzkennzahlen ist hoffnungslos schwülstig geworden. (Natürlich nicht da, wo Profis miteinander kommunizieren. Bevor Managementtachos an der Wall Street Einzug halten, sehe ich Davos im Meer versinken.)

Es kostet einen halben Satz festzustellen, dass drei Produktgruppen 3,3 Mio., 3,6 Mio. bzw. 4,2 Mio. Euro Umsatz gemacht haben. Dennoch schrecken viele Zeitgenossen nicht davor zurück, das statt dessen mit Hilfe einer Grafik zu kommunizieren, die sie folienfüllend in eine PowerPoint-Präsentation einbinden. Zehn solcher Grafiken und bei manchem entsteht der Eindruck, da wäre eine Botschaft.

Die Grafik selbst ist dann noch hoffnungslos überladen mit Schnickschnack (engl. Chartjunk), unnötig genau, sagt manches doppelt, anderes gar nicht. Mit anderen Worten: Es bleibt bei dem, was Excel automatisch produziert hat.

Excel - Standardlayout

Müssen Sie nun derlei in einem abgedunkelten Raum über sich ergehen lassen, können Sie wie folgt verfahren. Sie errechnen den Pathosfaktor. Man kann sich deren zwei vorstellen. Der Pathosfaktor α kommt in Frage, wenn gar keine Grafik nötig gewesen wäre. Ich würde hier die verschwendete Fläche heranziehen. Die β-Variante ist anspruchsvoller. Zunächst muss man gedanklich eine schwulstfreie Alternative konstruieren.

Excel - reduziertes Layout

Ist das gelungen, gilt es den Schwulst zu messen. Dauert die Präsentation noch lange, kann man die Pixel auszählen. Anderenfalls kann man die Anzahl überflüssiger Elemente heranziehen. Hier waren es mindestens fünf.

Mein Beispiel ist freilich harmlos. Viel schönere hat wie immer Bella parat. Die so genannten Kartogramme werden u.U. ebenfalls rasch pathetisch.

Falls Ihnen die Ideen zum Guerillacontrolling zu lau waren und es nach der Präsentation noch zu einer Diskussion kommt, bauen Sie den Pathosfaktor doch in ihr Statement ein.

Dr. Nicolas Bissantz "Bella berät", Controlling & IT, BI, Excel,..., Controlling & KMUs, Internationaler Controller Verein, Methoden & Erfahrungen, Sonstiges

Lieber ungefähr richtig, als genau falsch: Mehr Aufmerksamkeit für Ihre Berichte

15. Mai 2007

Die Idee des Guerillacontrolling hat es mir immer noch angetan. Hier weitere Möglichkeiten, wie Sie sich und Ihren Berichten die gebührende Aufmerksamkeit verschaffen:

  1. Vermeiden Sie Scheingenauigkeit: Die meisten Zahlen gaukeln durch überflüssige Dezimal- und Nachkommastellen eine Genauigkeit vor, die sie gar nicht haben. Drücken Sie sich besser in der Größenordnung der Daten aus. Wenn über lauter Millionenbeträge berichtet wird, dann genügt auch die Schreibweise in Millionen. Ein Blatt voller 7.894.345,75 erschwert nur die Lesbarkeit. Ein Beispiel finden Sie hier.
  2. Scheingenauigkeit wird auch durch harte Farbgrenzen vorgegaukelt. Ist -5 Grad noch gelb und -6 plötzlich blau? Wetterkartendesigner meinen das mitunter. Gut ablesbar sind Intensitätsabstufungen derselben Farbe . Überhaupt: Wer sich für gutes Design interessiert, der konsultiert besser einen Atlas als ein MIS-System. Die Grafik für geografische Darstellungen ist hoch entwickelt. Die Not, viele Details auf engem Raum unterscheidbar abzubilden, hat viel Gutes hervorgebracht.
  3. Misstrauen Sie grundsätzlich statistischen Werten, die Dinge so scheinbar klar auf den Punkt bringen. Es ist viel erhellender, die Daten, die man hat, auch zu zeigen. Bella hat mal wieder eine Idee, wie das in manchen Fällen sehr elegant geschehen kann.
  4. Nutzen Sie die Tücken der Darstellung zur Schärfung Ihrer Botschaft. Beispiel Skalierung: Es gibt keine allgemein gültige Vorschrift wie man was zu skalieren hat. Machen Sie die Skalierung zu Ihrer Botschaft. Wie das geht, alsbald an dieser Stelle.

Dr. Nicolas Bissantz "Bella berät", Controlling & IT, BI, Excel,..., Controlling & KMUs, Karriere & Controlling, Methoden & Erfahrungen

Frühwarnung mit der Trompetenkurve

15. April 2007

Professor Link, der Erfinder der Deckungsbeitragsflussrechnung, hat uns daran erinnert: Das betriebswirtschaftliche Methodenarsenal bietet Erstaunliches. Vieles davon wird falsch angewendet oder gar nicht. Sie haben also allerbeste Chancen, die Welt voran zu bringen, wenn Sie sich ein wenig dem Studium schöner Verfahren widmen. Dazu gehört die Trompetenkurve.

Trompetenkurve

Gefährden aufgetretene Abweichungen schon das gesetzte Ergebnisziel und verlangen nach Gegenmaßnahmen oder handelt es sich um akzeptable Schwankungen? Genau diese spannende Frage beleuchtet sie mit einem einfachen statistisch-mathematischen Kniff.

Die Trompete ist ein sich zunehmend verengender Korridor, der die erlaubte Schwankungsbreite visualisiert. Durchbricht die kumulierte Abweichung den Korridor nach unten, so sind vertiefende Analysen notwendig und meist auch Gegenmaßnahmen.

Im Gegensatz zu starren Korridoren wird unangemessene Hektik bei Schwankungen zu Jahresbeginn vermieden, eine echte Trendwende jedoch schneller erkannt. Einfache Hochrechnungen zeigen, was nötig wäre, um das Ziel dennoch zu erreichen.

Dr. Nicolas Bissantz "Bella berät", Controlling & IT, BI, Excel,..., Controlling & KMUs, Methoden & Erfahrungen, Sonstiges

Oi Torpedo