Auf Controlling.TV Video Jahresbericht online

22. Juni 2010

Kennen Sie Controlling.TV schon? In diesem Bereich seiner Online-Präsenz sammelt der Internationale Controller Verein (ICV) seit einigen Monaten Filme von Veranstaltungen sowie kurze Interview-Videos.

Nach Mitgliederversammlung und Congress 2010 Mitte Juni sind nun einige neue Video podcasts hinzu gekommen. Der neueste Film fasst den Vorstandsbericht für das Jahr 2009 auf der Mitgliederversammlung vom 13. Juni zusammen.

Vorstandsbericht 2009 des Internationalen Controller Vereins from Internat. Controller Verein on Vimeo.

Am 13. Juni 2010 hat in München die Mitgliederversammlung des Internationalen Controller Vereins (ICV) getagt. Den Bericht für das Geschäftsjahr 2009 des Vorstandes gab der Vorstandsvorsitzende Siegfried Gänßlen, CEO der Hansgrohe AG. Controlling.TV (auf http://www.controllerverein.com) hat den Bericht zusammengefasst.

Hans-Peter Sander Internationaler Controller Verein, Medienschau , ,

Controller Akademie Vorstand resümiert 35. Congress

17. Juni 2010

Prof. Dr. Martin Hauser, Vorstand der Controller Akademie AG, Gauting, hat unmittelbar nach Beendigung des diesjährigen 35. Congresses der Controller (14./15. Juni 2010 in München) in einem Gespräch mit Controlling.TV ein Resümee der Tagung gegeben. Sein Fazit: Zur Krisenbewältigung reicht Cost-Freezing nicht aus; für Wachstum müssen vor allem Innovationen sorgen; eine Herausforderung auch für die Controller.

Hans-Peter Sander 35. Congress der Controller, 2010, Internationaler Controller Verein, Medienschau , ,

Teilzeit auch für Führungskräfte

17. Juni 2010

In Ergänzung zum Vortrag “Employability” gibt es heute im Handelsblatt mehrere Artikel und Interviews zu den Themen Frauenquote und Teilzeitarbeit bei Führungskräften. Ein Interview mit Thomas Sattelberger, Telekom-Personalvorstand, finden Sie auf handelsblatt.com/frauen.

Manfred Grotheer Sonstiges

Schlusswort, Mittagessen, Shaking Hands, Farewell

15. Juni 2010

S. Gänßlen beendet den 35. Congress der Controller. Er betont, dass für ein gutes Controlling viele Aufzählungen von Jonas Biland, dem Abschlussredner, auch zutreffen: U.a. die intensive, rechtzeitige Vorbereitung, das laufende Lösen von Problemen und der Gedanke, dass immer ein bißchen mehr geht als man sich vorstellt.

Herr Gänßlen bedankt sich bei allen Teilnehmern für das Kommen, wünscht eine angenehme Heimreise und weist auf den Termin für den 36. Congress der Controller hin: 16. und 17. Mai 2011, in München.

Es würde uns freuen, wenn wir als ICV-Blogger Ihr Interesse für diese Veranstaltung wecken konnten. Vielleicht sehen wir uns im nächsten Jahr in München persönlich. Es würde uns freuen. Herzliche Grüße und alles Gute bis zum nächsten Live-Bloggen! Ihr ICV!

Manfred Grotheer Sonstiges

In 39 Stunden um den Mont Blanc

15. Juni 2010

Jonas Biland, Schüler und Ultraläufer, berichtet von der Suche nach seinen Grenzen bei einem 39 Stundenlauf um den Mont Blanc. Da dieser Vortrag sehr komplex und von zahlreichen individuellen Erfahrungen geprägt ist – er beschreibt den Verlauf des Rennens – kann er an dieser Stelle nur sehr schwer adäquat wiedergegeben werden. Jonas Biland hat jedoch seine Maturaarbeit (Abiturfacharbeit) zu diesem Thema geschrieben und unter den Links www.Phaenomen-montblanc1.com und http://www.phaenomen-montblanc2.com/ veröffentlicht. Dem interessierten Leser sind daher diese Seiten zur Vertiefung dieses Themas empfohlen.

Manfred Grotheer 35. Congress der Controller, 2010

Die Kosten der Powerpoint-Kultur

15. Juni 2010

Lt. Prof. Dr.-Ing. Rolf Hichert, Geschäftsführer, HICHERT + PARTNER AG, Kreuzlingen, besteht die PowerPoint-Kultur darin, dass Bilder an die Wand geworfen werden und manchmal gar nicht synchron erläutert werden. Es existieren Bullets, ohne Verben, man muss sich nicht festlegen, die Komplexität wird resultiert.

Häufig ist der Vortragende genau so überrascht von den Bildern wie die Zuschauer, da ihm die Bilder von Assistenten vorbereitet wurden.

Provokationen: Powerpoint macht uns dumm! Hirn aus – Beamer an! PowerPoint Is Evil!

Es ist tragisch, dass wir nicht mehr kommunizieren, sondern die Welt auf Bullets reduzieren.

Auch in Hochschulen gibt es Vorlesungen sehr häufig nur noch als PowerPoints. Ebenso gestalten Unternehmensberater ihre Angebote derartig.

Eine entsprechende DIN A 4 Seite mit Arial 12 würde deutlich mehr Denkarbeit erfordern.

Ein Viertel der PowerPoint-Seite ist nicht selten schon mit dem Corporate-Design vertan. Das Design ist häufig wichtiger als der Inhalt. Auch entstehen dadurch erhebliche Kosten beim Ausdruck durch Farbdrucker.

So wirklich spannend sind PowerPoint-Präsentationen nicht. Manche blättern schon im Voraus auf die nächsten Seiten und hoffen, dass es bald vorbei ist und atmen auf, wenn es keine Backup-Folien gibt.

Die Präsentation ist nur dann gut, wenn die Teilnehmer nach der Präsentation das tun, was sie tun sollen. Das wichtigste an der Präsentation ist es, dass sie die Botschaft rüberbringt.

Sie brauchen Regeln, die sich zu dem Akronym SUCCESS zusammenfassen lassen:

SAY: (Sag die Botschaft! : weniger Erklärungen und mehr Empfehlungen)

UNIFY: (allgemein verbindliche Notationsregeln für die Farbgestaltung und die Umsetzung von Zahlen in “Grafikmillimeter”

CONDENSE: Je dichter wir die Information gestalten, desto besser verstehen wir sie.

CHECK: Berichtsempfänger erwarten inhaltlich richtige Daten. Aber sind die richtigen Daten auch richtig dargestellt? Manipulierte Diagramme sind in der Geschäftskommunikation an der Tagesordnung

ENABLE: Das SUCCESS -Konzept muss verwirklicht werden, jedoch ist die praktische Umsetzung von SUCCESS sorgfältig zu planen. Die Umsetzung ist bislang häufig nicht mit Standardsoftware möglich, sondern nur mit Excel.

SIMPLIFY: Kompliziertheit vermeiden. Die Lesbarkeit von Diagrammen und Tabellen wird durch SIMPLIFY erleichtert. Das Entfernen von ‘Rauschen’ und ‘Redundanz’ befreit die Berichtsobjekte von vermeidbaren Nebengeräuschen.

STRUCTURE: Berichte und Präsentationen haben in vielen Fällen keine in sich logische Struktur. Überschneidungen und Unvollständigkeit erschweren das Verständnis von Geschäftskommunikation. Der Referent ist die Präsentation. Die Bilder sind nur Hilfsmittel, um die Botschaft besser “‘rüberzubringen”.

Viele Controlling-Berichte sind keine Berichte, sondern einfach nur Statistiken.

Manfred Grotheer 35. Congress der Controller, 2010

Employability und Controlling – 2 getrennte Welten?

15. Juni 2010

Dr. Peter Speck, Veranwortlicher Festo Bildungsfonds, Festo AG & Co. KG, Esslingen, erläutert zunächst den Begriff “Employability”. “Auf wie viele Stellen in der FAZ können Sie sich am nächsten Samstag bewerben? Sind es viele, dann haben Sie Employability! Sind es wenige, dann hoffen Sie nur, dass Ihr Arbeitgeber möglichst bis zu Ihrer Rente nicht pleite geht!”

Die aktuellen Herausforderungen für den Standort Deutschland sind: Verlagerung (gering) qualifizierter Arbeitsplätze; höhere Anforderungen an die Qualifikation; Talent-Wettbewerbe; älter werdende Bevölkerung, ….

Welche Chancen haben Unternehmen? Ein strategisches Personalmanagement im Kontext der Unternehmensstrategie! Haben Sie eine Übersicht über das Qualifizierungs- und Altersniveau und eine entsprechende Ausbildungsstrategie? Aus dem Qualifizierungs- und Altersniveau können Sie erkennen, ob Sie auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig sein werden.

Auch in der Tariflandschaft und in der Geschlechterverteilung wirken exogene Faktoren auf Unternehmen. Es ist gigangtisch, was aus den gesellschafts- und politischen Bereichen an Veränderungen auf das Unternehmen zukommt.

Schwerpunkte der Personalmanagementstrategie:

  • Flexible Beschäftigungsstrukturen
  • Einsatzflexibilität (auch im Kopf der Mitarbeiter)
  • Positionierung als attraktiver Arbeitgeber
    • Eigene Nachwuchsförderung
    • Bindung älterer Mitarbeiter

Früher Fluktuation bis 40, heute häufig heute schon nur noch bis 35; d.h. mit 70 Prozent der Mitarbeiter sind in den meisten Unternehmen die nächsten 30 Jahre zu gestalten.

Die 2 Welten:

1. Welt: Employability ist: Flexible Beschäftigungsstrukturen, Mitarbeiterzufriedenheit, Einsatzflexibilität, Führungsverhalten, Nachwuchsförderung, Knowledge Management, Arbeitszeitmanagement, Bindung und Einsatz älterer Mitarbeiter, Vergütungs- und Sozialleistungen, Fortbildung/Entwicklungsmöglichkeiten …

2. Welt: Controlling: GuV, Jahresabschluss, BSC, Target Costing, Budgetierungsmethoden, Weiterbildungsstatistik, …

Bei Controllern existiert für einen HR-ler häufig ein blinder Fleck in Bezug auf die Wahrnehmung betriebswirtschaftlichen Kennzahlen durch die Mitarbeiter.

Man versucht die einzelnen Bereiche durch mehrdimensionale Ansätze zu verbinden, indem z.B. nach Human-, Struktur- und Beziehungskapital unterschieden wird. Diese Punkte werden für Unternehmen und Controller wichtiger, da die jungen Leute (Mitarbeiter) heute anders “ticken”.

In Unternehmen sind zunehmend unterschiedliche Generationen und Mitarbeitergruppen tätig, woraus sich Unterschiede ergeben in:

  • Einstellung zur Weiterbildung
  • Lerngeschwindigkeit
  • Notwendige Lernsituation
  • Einsatz von Lernmedien

Daraus dürften Viele Ängste um ihre Beschäftigungsfähigkeit (Employabilität) erhalten.

1. Employabilität ist kein neuer Trend, sondern eine Antwort aus den Anforderungen der Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Die demografische Entwicklung ist nicht veränderbar.

2. Neuer sozialer Kontrakt zwischen Unternehmen und Mitarbeiter (Erwerb und Förderung der Beschäftigungsfähigkeit stehen im Mittelpunkt und nicht mehr lebenslange Beschäftigungsgarantie).

3. Neue bzw. veränderte Zielsetzungen und Instrumente in Human Resource Management

4. Notwendigkeit von flexibleren Belegschaftsstruktruen und größere Einsatzflexibilität

5. Bedeutung der Schlüsselqualifikationen bzw. Kernkompetenzen i. S. ganzheitlicher Personalentwicklung (zunehmende Bedeutung von Lern- und Veränderungsfähigkeit)

6. Zukunftssicherung der Unternehmen durch Employability

Fazit aus HR-Sicht: Integration von Employability-Aspekten in das Unternehmenscontrolling ist zwingend notwendig.

Manfred Grotheer 35. Congress der Controller, 2010

Aktuelle und künftige Herausforderungen an das Controlling

15. Juni 2010

Harald Kroener, Vorsitzender des Vorstands, Wieland-Werke AG, Ulm, berichtete über die Herausforderung an das Controlling in den Wieland-Werken. Das Unternehmen ist in der der metallverarbeitenden Industrie tätig.

Besondere Herausforderung resultieren aus den Rohstoffmärkten: Die Wieland-Gruppe praktiziert bei den Rohstoffkäufen das Deckungsprinzip. Es werden keine Risikopositionen gehalten, da die Ausschläge zu groß sind und damit auch das Risiko zu groß ist.

Eine Steuerung auf Basis der externen Rechnungslegung ist nicht möglich, insbesonder wegen der LIFO-Bewertung. Daher wird intern nach “Bearbeitung” und “Metall” getrennt. Im Bereich “Bearbeitung” wird mit “Standards” gerechnet. Im Bereich “Metall” wird mit Tagespreisen auf Basis von Börsennotierungen kalkuliert.

Ein weiterer, klassischer Schwerpunkt besteht auf der Mittelbindung.

Herausforderungen in der Gegenwart bestehen vor allem durch die Internationalisierung. Das Wachstum findet speziell im Ausland statt. Dadurch erhalten die Tochtergesellschaften innerhalb der Gruppe eine zunehmende Bedeutung. Daraus resultiert auch eine zunehmend intensivere Abstimmung innerhalb der Tochtergesellschaften. Hierzu ist eine durchgängige Datenbasis innerhalb der Gruppe zu schaffen (einheitliche Rechnungslegung, einheitlicher Kontenplanung, einheitliche Controllingstandards für Kalkulation und Ergebnisrechnung unter Berücksichtigung der Metallthematik).

 

Manfred Grotheer 35. Congress der Controller, 2010

Der effiziente Staat – Controlling in der Bundesagentur für Arbeit

15. Juni 2010

Dr. h. c. Frank-Jürgen Weise, Vorsitzender des Vorstandes der Bundesagentur für Arbeit

Dr. h. c. Frank-Jürgen Weise, Vorsitzender des Vorstandes der Bundesagentur für Arbeit

Dr. rer. pol. H.c. Frank-Jürgen Weise, Vorsitzender des Vorstandes, Bundesagentur für Arbeit, präsentiert am Beispiel der Bundesanstalt für Arbeit die Bedeutung des Controllings für ein effizientes New Public Management.

Ein wichtiger Schritt für ein effizientes Controlling war es, die Führungskräfte dazu zu bringen zu planen. Dabei ist sehr intensiv der Markt zu betrachten. Ebenso ist die Kundenzufriedenheit ein wichtiger Indikator. Gleichzeitig wurden in etwas gleich große regionale Einheiten gebildet (Clusterung), d.h. vergleichbare Arbeitsmärkte, Grundlage für ein Benchmarking zwischen den Regionen. Durch diese Clusterung konnte Transparenz erzeugt werden. In den Clustern der verschiedenen Arbeitsmärkte gab es ziemliche Unterschiede. Herauszufinden ist dabei herauszufinden, was die besseren Bezirke besser machen. Wichtig ist es dabei, neugierig zu bleiben, insbesondere von den besseren zu lernen. Die besseren sollen dabei möglichst ihren Abstand vorne halten.

Dabei erfolgen Soll/Ist-Vergleiche und Ist-Ist-Vergleiche. Wenn aus den Abweichungen gelernt wird, wird man zu lernenden Organisation.

Inzwischen wird gerechnet und gemessen. Die Sprache der Organisation sind jetzt Zahlen.

Die Dauer der Arbeitslosigkeit konnte auch zu Beginn der Krise reduziert werden. Unternehmen und Kunden werden besser und effizienter beraten.

Im Moment muss die die Krise bewältigt werden. Die Bewährung muss für diese Organisation jetzt erfolgen. Wir hoffen, dass die Leute nach der Krise sagen, dass die BA ihre Arbeit gut getan hat.

Die Transparenz erfreut auch die Politiker. Sie möchten, aus dieser Transparenz heraus, weitere Einsparungen bei unserer Organisation vornehmen. Diese Transparenz sollte aber auch in anderen staatlichen Bereichen, z.B. im Gesundheitswesen, erfolgen. Selbstverständlich wird sich die BA weiter bemühen, mit öffentlichen Geldern noch effizienter umzugehen.

Ein zunehmend wichtigeres Thema für die BA ist es, die Arbeitslosigkeit zu vermeiden, z.B. durch bessere Qualifikation und Abschlüsse in den Schulen. Bei Interventionen in diesen frühen Stufen lassen sich noch Milliarden an öffentlichen Geldern in der Verhinderung der Arbeitslosigkeit einsparen.

In der BA wird zunehmend KVP eingeführt. Über 3-5 Jahre sind bis 30-40 Prozent Kosteneinsparungen möglich, die aber sehr schwer zu realisieren sein werden.

Wir verwenden den Begriff Controlling in einem gut verstandenen Sinn, der auch Vertrauen bei der Politik schafft. Die Führungskräfte sind diesen Weg zu einer effizienteren Organisation sehr gut mitgegangen.

Durch das schnelles Vorgehen gab es aber immer wieder Synchronisierungunterschiede in diesem förderalen Staat: zwischen der BA, den Ländern und den Regionen. Hier ist noch Geduld zu zeigen. Auch die Politik ist für diese Entwicklung noch nicht ganz gewonnen. (Lang anhaltender Beifall !!!)

 

Manfred Grotheer 35. Congress der Controller, 2010

FTD berichtet über den Controllerpreis 2010

15. Juni 2010

Die FTD berichtet heute in ihrer Printversion über den Controllerpreis 2010. Dieser Preis ging an die Bundesagentur für Arbeit. Quelle: FTD, 15. Juni 2010. S. 10.

Manfred Grotheer 35. Congress der Controller, 2010

Oi Torpedo