(Herwig R. Friedag, Leiter des ICV-Ausschusses Öffentlichkeitsarbeit, hat eine Fortsetzung zu seinem Bericht vom CSR Kongress in Berlin geschrieben, die ich hier ebenfalls gerne veröffentliche und zur Diskussion stelle. Danke, Herwig!)
Der zweite Tag des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales veranstalteten Kongresses zum Thema CSR (Corporate Social Responsibility) war geprägt vom Thema Standards in der internationalen Arbeitswelt. Menschenwürdige Löhne in allen Teilen und die Verantwortung der Unternehmen aus der „ersten Welt“ – alle waren sich einig: ein Muss, auch wenn viele Zulieferer wiederum mit weiteren Zulieferern in einer langen Kette arbeiten und eine Nachverfolgung der Einhaltung dieser von der ILO definierten Standards nicht immer einfach ist.
Immer wieder Bezug genommen wurde auf die Leitlinien («Guiding Principles») zur Operationalisierung des «Protect-Respect-Remedy»-Konzepts von John Ruggie. Diese sollen helfen, Menschenrechtsverletzungen durch Unternehmen präventiv zu verhindern. Leider handelt es sich bei diesen Guidelines nur um Empfehlungen, die von vielen Unternehmen noch nicht oder nur teilweise umgesetzt werden.
Erfrischend war der Disput zum Thema „Zukunft der Arbeit in einer globalisierten Welt“, der sich wieder eher europäischen Themen widmete.
Wir werden sehen, ob sich aus dieser CSR-Konferenz Impulse für die im Juni 2012 in Rio de Janeiro stattfindenden UNO-Konferenz für nachhaltige Entwicklung ergeben werden. Für uns Controller werden insbesondere die Ergebnisse des dort diskutierten Themas „Issues Brief 6 – Current Ideas on Sustainable Development Goals and Indicators“ interessant werden.
Von der ICV-Fachtagung “9. Controlling Competence Stuttgart – CCS 2011″ am 24. November hatten wir hier im ControllingBlog live gepostet. Über die Tagung mit der erstmaligen Verleihung eines Green-Controlling-Preises hatten auch die lokale Presse und sogar das lokale Fernsehen berichtet. Der Beitrag von Regio.TV mit Szenen der Preisübergabe und mit einem Statement des ICV-Vorstandsvorsitzenden Siegfried Gänßlen ist jetzt auch auf unserem Video-Kanal Controlling.TV online.
Das prominent besetzte Podium auf der “Controlling Insights Steyr – CIS 2011” war angetreten, das Thema “Controlling im Jahre 2020 – ein Ausblick” zu diskutieren. Dr. Dr. h.c. Albrecht Deyhle, deutscher Controlling-Pionier, ICV-Gründer und Ehrenvorsitzender, Dr. Rita Niedermayr-Kruse, stv. Vorsitzende im Board der International Group of Controlling (IGC) und Matthias Schulmeister, Geschäftsführer Schulmeister Management Consulting, kamen dabei auf die Rolle der Controller als Business Partner des Managements zu sprechen. Es wurde deutlich: Auf dem Weg dorthin sind noch einige Aufgaben zu erledigen. So meinte Dr. Niedermayr-Kruse, die “controllerischen Bau-Prinzipien” seien im Management noch nicht ausreichend verankert. Auch die Antwort auf eine Frage aus dem Publikum, was denn getan werde, um Managern näher zu bringen, was Controlling ist, hatte einen nachdenklich stimmenden Tenor: Controller seien bildungsbereiter als Manager. Dass dennoch ausgezeichnete Aussichten bestehen, brachte sie mit einer weiteren Äußerung zum Ausdruck: Wohl 70% der CFOs in Österreich haben inzwischen eine “Controllervergangenheit”.
Dieses und weitere Videos können auch unter Controlling.TV auf der ICV-Website www.controllerverein.com angeschaut werden
Das Carbon Accounting & Controlling-Team der Deutschen Post DHL (DPDHL) ist gerade für seine Controlling-Lösung im Rahmen seines Umweltschutzprogramms „GoGreen“ mit dem erstmals verliehenen Green-Controlling-Preis der Péter Horváth-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Controller Verein (ICV) ausgezeichnet worden. Die durch das Controller-Team geschaffene Transparenz ermöglicht vor allem die Identifikation finanzieller Risiken und eine effektive Steuerung ökologischer Maßnahmen. – Herzlichen Glückwunsch!
Einen Tandem-Vortrag halten nun auf der CCS 2011 Ralf Sauer, Vorstandsvorsitzender der NAF Neunkirchner Achsenfabrik AG, und Rainer Linse, Geschäftsführer der confidence consult GmbH, zum Thema Projekt-Controlling. Es geht am Beispiel des Weltmarktführers bei Tandemachsen um Veränderungen in Unternehmen, um das “Projekt-Controlling als wichtiger Bestandteil des Change Managements”. Wie ist in einem Prozess von der Idee bis zur Lösung, zur erfolgreichen Einführung, vorzugehen? Wie setzt NAF Ideen konsequent in die Praxis um, wie werden dabei Ergebnisse mit einem entsprechenden Phasenmodell verfolgt? Sauer listet eine ganze Reihe von Erkenntnisse auf. Als schönste Erkenntnis nennt er: “Man kann Talente im Unternehmen entdecken.”
“Modern und flexibel budgetieren in der Praxis” ist der erste CCS-Vortrag überschrieben. Udo Kraus, kürzlich ernannter Director Finance – davor Leiter Controlling und Accounting – der Hansgrohe AG widmet sich der “Modernen Budgetierung” in komplexen und zunehmend volatilen Marktumgebungen. Er verbindet seine Ausführungen zur Hansgrohe-Praxis mit den Arbeitsergebnissen des ICV-Fachkreises “Moderne Budgetierung”, dessen stellv. Leiter Kraus seit der Gründung im November 2007 ist. Wie rollierende Forecasts sowie Szenariorechnungen praktiziert werden, zeigt Udo Kraus anschließend.
Sein Fazit lautet: “Es gibt keine einheitliche moderne Budgetierung, die für alle Unternehmen passend ist. Die Prinzipien und Tools der Budgetierung müssen auf das Unternehmen zugeschnitten werden und auch zur Kultur sowie zur Strategie passen.” Wer das Ziel einer einfachen, integrierten Budgetierung verfolgt, die schnell und einfach ist, so Kraus weiter, muss seine Budgetierung zudem kontinuierlich auf den Prüfstand stellen, ständig verbessern und auch den neuen Bedingungen anpassen. Vielfältige, praxiserprobte Informationen biete dazu die Website des ICV-Fachkreises.
Abschließend nutzen die Zuhörer die Möglichkeit, dem Referenten Fragen zu stellen. Von besonderem Interesse sind dabei weitere Details der Hansgrohe-Praxis.
Im IBM-Forum in Ehningen bei Stuttgart ist soeben die 9. CCS Controlling Competence Stuttgart gestartet. Charmant begrüßte Moderatorin Dr. Alexandra Schichtel die rund 120 150 (geändert vom Autor) Gäste. Danach hieß “Hausherr” Reinhard Reschke, Geschäftsführer der IBM Deutschland GmbH, die Teilnehmer willkommen.
Wolfgang Mayrhuber, ehem. Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG, hält den Abschlussvortrag der CIS 2011. Sein Thema: “Was erfolgreiche Controller von Erbsenzählern unterscheidet”.
Der Referent widmet sich u.a. der Frage, wie Controller zum gesuchten Sparringpartner und aktiven Impulsgeber der Unternehmensentwicklung werden. Controller würden “Verhaltenssteuerer”, wenn sie “Geschäftsmodellversteher” seien, wenn sie die Prozesse durchdringen, Unternehmen risikoadäquat ausrichten, den “Halbwertzeitpegelstand” messen, “Marrktspion” und “Anpassungsfähigkeitsagent” seien, genauso wie “Kommunikator und Veränderungsmotivator”. Jede der genannten Aufgaben skizziert Mayrhuber griffig. Zum Abschluss zitiert er aus der Job-Beschreibung der Lufthansa-Controller: “Der Controller ist auch Wachstumsentwickler und Kundenanwalt!”
Nach diesem Vortrag beschließt Tagungsleiter Heimo Losbichler die CIS2011 – eine rundum sehr gelungene Tagung.
Jetzt spricht auf der CIS 2011 in Steyr Dr. Roland Folz, CFO für die EMEA-Region der Deutschen Bank. Die CIS-Organisatoren konnten Dr. Folz kurzfristig als Referenten gewinnen, der den im Programm angekündigten Stefan Krause, Chief Financial Officer, Mitglied des Vorstands und Group Executive Committees der Deutschen Bank, vertritt.
Folz spricht über die aktuelle Finanzkrise, daraus folgende neue Anforderungen an Banken und die CFO-Funktion sowie
über Steuerungselemente im internationalen Bankenumfeld. Sein Vortrag ist ein Plädoyer für eine starke, voraus planende Finanzabteilung .
Die traditionelle CIS-Podiumsdiskussion, in diesem Jahr zum Thema „Controlling im Jahre 2020 – Ein Ausblick“, hat einen ganz besonderen Diskutanten. Der ICV-Ehrenvorsitzende, im Programm “Wegbereiter des Controllings” genannt, Dr. Dr. h.c. Albrecht Deyhle, steht mit auf dem Podium.
In Kürze wird auf Controlling.TV ein Video-Mitschnitt des Podiumgesprächs veröffentlicht.
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