Dass ein Referent einer ICV-Tagung selbst über seinen Auftritt bloggt, ist interessant, dürfte aber wohl neu sein. Allein das ist schon eine Notiz in unserem Blog wert. Getan hat dies jetzt Dr. Nicolas Bissantz in seinem – lesenswerten und deshalb hier schon lange verlinkten – Weblog “Me, myself und BI – Bissantz denkt nach“.
Er denkt in seinem neuesten Beitrag nach über sein Referat auf der “Controlling Competence Stuttgart CCS 2010” am 18. November im IBM-Forum Ehningen bei Stuttgart. Bissantz geht dabei natürlich über das Erzählen des Erlebten hinaus und diskutiert diese seine These: “Erkenntnisse aus Kennzahlen werden überschätzt und Erkenntnisse aus Details zum betrieblichen Geschehen werden unterschätzt.” Hier in Ruhe nachlesen!
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Zum Abschluss der CCS 2010 stellt der ICV-Regionaldelegierte Deutschland Süd, Rainer Linse, den Internationalen Controller Verein und speziell die neun regionalen Arbeitskreise Süddeutschlands vor. Er wirbt für eine Mitarbeit in diesen Netzwerken für Knowhow-Transfer und Erfahrungsaustausch. Linse informiert über die zurzeit laufende Bewerbungsfrist zum ControllerPreis 2011.

Rainer Linse dankt den Referenten und den Gästen der zu Ende gehenden Tagung.
Er lädt ein zur 9. Controlling Competence Stuttgart CCS 2011, die am 24. November 2011 stattfinden wird. Die IBM Deutschland GmbH wird wieder ihr Forum in Ehningen als Veranstaltungsort zur Verfügung stellen.
Hans-Peter Sander Controlling Competence Stuttgart CCS 2010, Internationaler Controller Verein
“Was macht Controller erfolgreich?” ist der Vortrag von Siegfried Gänßlen, CEO der Hansgrohe AG, Schiltach, überschrieben. Der Vorstandsvorsitzende des Internationalen Controller Vereins (ICV) beginnt mit den Erwartungen der Manager an die Controller. Unter anderem müssen Controller mit dem Management kommunizieren können, sie müssen den Markt kennen und verstehen. Gänßlen spricht über intelligentes Kostenmanagement, globale Steuerung, Risikomanagement in der globalisierten Welt und er spricht über ein “Controlling der Controller”. Dabei muss es um hohe Effizienz und Geschwindigkeit sowie niedrige Kosten in den Controllingabteilungen gehen.

Gänßlen spricht dann über den “Rollenwandel der Controller vom Financial Controller zum Business Partner”. Rollen-Stationen der Controller auf diesem Weg waren “Zahlenlieferant”, danach “Reporter”, später “Navigator” bis zum “Innovator”. (Gänßlen ist davon überzeugt, dass jeder innovativ ist: auch Controller.) Die heutige Rolle als “Business Partner” schließt Rollen als Dienstleister, Kommunikator, Moderator, Experte, Berater bis hin zum Innovator ein.

Zum Abschluss stehen die Lehren aus der Krise auf der Agenda von Gänßlens Vortrag. Er erklärt, was er unter “Anders machen, nicht weiter machen” versteht. Unter anderem gehörte dazu: “Kosten intelligent zu senken”; Preise nur dort zu senken, wo nachhaltig Marktanteile gewonnen werden konnten; nicht an Innovationen zu sparen: Prioritäten zu setzen und danach zu handeln; in Vertrieb und Marketing gezielt zu investieren; schnell und mutig Entscheidungen zu treffen; bis hin zu: “Auf dem Altar der Kostensenkung darf die Unternehmenskultur nicht geopfert werden!”…
Hans-Peter Sander Controlling Competence Stuttgart CCS 2010, Internationaler Controller Verein
Angeregte Gespräche führten die Gäste der CCS 2010 in der ersten Kaffeepause. Der Vortrag von Dr. Bissantz hat für viel Gesprächsstoff gesorgt.

Nach der Pause ist “Die Verteidigung von Verrechnunsgpreisen in der Betriebsprüfungspraxis” das Thema von Prof. Dr. Thomas Borstell. Der International Tax Partner in der Steuerabteilung von Ernst & Young in Düsseldorf leitet weltweit die Beratung zu Fragen der Verrechnungspreise bei Ernst & Young. Er ist Lehrbeauftragter und Honorarprofessor für “International Tax Planning” an der Uni Köln.

Zunächst spricht Borstell über die Reaktionen der Steuerverwaltung auf die wirtschaftliche Lage und deren verändertes Vorgehen. Dann erörtert er die eigene Vorbereitung der Unternehmen, speziell des Controllings, auf eine Verrechnungspreis-Betriebsprüfung unter der Überschrift “Risikomanagement für Verrechnungspreise”. Dabei skizziert Borstell typische Vorgehen von Betriebsprüfern sowie typische Abwehrstrategien.
Wie sich eine Doppelbesteuerung beseitigen lässt, erläutert Borstell abschließend und widmet sich auch Klagewegen, Verständigungs- sowie Schiedsverfahren und spricht schließlich über Vorabverständigungsverfahren.

Ein “trockenes Thema lebhaft dargelegt”, würdigt Tagungsleiter Rainer Linse den Vortrag im Anschluss. Dem ist voll zuzustimmen.
Hans-Peter Sander Controlling Competence Stuttgart CCS 2010, Internationaler Controller Verein
Den ersten Vortrag der CCS 2010 hält Dr. Nicolas Bissantz, Geschäftsführender Gesellschafter der Bissantz & Company GmbH, Nürnberg.

Im Tagungsflyer ist sein Vortrag mit dem Titel “Datenbasierte Unternehmensführung – neuere Methoden für Analyse und Visualisierung” mit ungewöhnlichen, Neugierde weckenden Thesen angekündigt. Die Erwartungen sind bei den Zuhörern entsprechend hoch, die gelesen haben: “Powerpoint lässt Raumfähren abstürzen, für Banken reicht die Ampelfunktion”, “Informationsparadigmen, die wir nicht brauchen” bzw. “auf dem Weg zum Controlling-Roboter”.
Er zeigt zunächst schlechte Beispiele für die Darstellung von Daten in der Wirtschaftspresse und er zeigt auch gute, in denen Controller sogar “baden könnten”. Bissantz hält einen spannenden Vortrag voller interessanter Beispiele über Datenvisualisierung; Datendichte ist eines seiner Lieblingsthemen. – Das war ein überzeugendes Plädoyer Abschied von den Ampeln zu nehmen. Bissantz sieht viel Veränderungsbedarf im Controlling: “Die paar Zahlen, die wir heute haben, die machen sich zu wichtig.”
Hans-Peter Sander Controlling Competence Stuttgart CCS 2010, Internationaler Controller Verein
Die 8. Controlling Competence Stuttgart CCS 2010 ist soeben von Rainer Linse, Regionaldelegierter Deutschland Süd des Internationalen Controller Vereins (ICV), eröffnet worden. Im IBM Forum Ehninen haben sich rund 150 Gäste aus Süddeutschland und der Schweiz eingefunden.

Im Namen der gastgebenden IBM Deutschland GmbH begrüßt Reinhard Reschke, Geschäftsführer (Finanzen), die Gäste. Einst habe er Controlling als Vertiefungsfach an der Universität studiert, und auch weiterhin gehöre dem Controlling eine große Zukunft.

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