Corporate planning Rosita Blaha

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Ein Blick in die Zukunft: Wie moderne Analysewerkzeuge und -Verfahren eine smartere Welt unterstützen

7. Mai 2012

Martina Koederitz, Vorsitzende der Geschäftsführung, IBM Deutschland GmbH, Ehingen, berichtet über zukünftige Entwicklungen im Bereich “Advanced oder Smart Analytics”. So wird es z.B. Stromzähler in Zukunft im 10 Minuten-Takt Verbrauchsdaten ablesen und analysieren, um den Kunden “Echtzeit-Daten” über seinen Energieverbrauch zu geben.

Insgesamt wird es mehr “big and fast Datas” geben, d.h. eine große Anzahl strukturierter und unstrukturierter Daten. Dabei ist die zentrale Fragestellung: Welche Daten sind die wichtigen und welche die unwichtigen? Daten sind nicht per se entscheidungsrelevant. Dabei ist die Echtzeit zum Standard geworden. Selbst die Echtzeit ist häufig schon zu spät, um Katastrophen zu verhindern.

Moderne Datenanalyse wird zunehmend vorausschauend, z.B. in der Polizeiarbeit zur Prognose der Sicherheitssituation.

Wie kann durch Daten ein Beitrag zur Wertschöpfung des Unternehmens geleistet werden? Dazu hat das Controlling zunehmend in dieser Perspektive über seinen “Tellerrand” zu schauen, und das ist beim dem “Schlankheitswahn” in den Unternehmen keine leichte Aufgabe.

Das Controlling sollte sich zunehmend von deterministischer Budgetbetrachtung zu stochastischer Methodik entwickeln.

Nur 52 Prozent von 1.200 befragten CFOs fühlen sich genügend gut gerüstet, zur Geschäftswertsteigerung beizutragen.

Es gibt 2 Effizienztreiber für die Controller-Funktion:

- Orientierung an Standards

- Analytische Kompetenz

Wer diese Fähigkeiten beherrscht ist ein Value-Integrator.

Ein großes Arbeitsgebiet wird sich auch im Bereich “Social Media Analytics” ergeben, um Innovation, Flexibilisierung, Individualisierung der Kundenbeziehung, Reduzierung der Kosten und ein besseres Risikomanagement im Unternehmen zu fördern.

Um aus dem “Grundrauschen” von Daten relevante Informationen herauszufiltern kommen “Advanced oder Smart Analytics” zum Einsatz. Um Advanced Analytics sinnvoll zu nutzen, braucht es:

- neue Methoden (neue intelligente Algorithmen)

- Investitionen in Know-How (Akquisition, Berater, …)

- modernste Rechensystemen um Advanced Analytics zuverlässig laufen zu lassen.

Das Cloud-Computing bringt die nötige Flexibilität mit, nach der wir suchen. Der Anwender kann die benötige Leistung so lange in Anspruch nehmen, wie er sie braucht.

In weiterem Zusammenhang erläutert sie den Einsatz der Watson-Technologie, als Beispiel für künstliche Intelligenz, im Gesundheitswesen, in der Automobilindustrie, in der Nahrungsmittelindustrie und im Bankenbereich. Nähe Informationen zur Watson-Technologie finden Sie z.B. unter http://de.wikipedia.org/wiki/Watson_(K%C3%BCnstliche_Intelligenz)

Watson ist auch für Szenarien, Budgetierung und Forecasting möglich, um komplexe Fragen zu beantworten. Die künstliche Intelligenz wird die Entscheidung nicht abnehmen, soll aber ein gutes Bauchgefühl beim Entscheider unterstützen. Man kann z.B. Abweichungen früher erkennen, d.h. bevor sie entstehen, und rechtzeitig gegensteuern.

Selbst Mobil-Devices können als Datenlieferant und Datenempfänger genutzt werden, z.B. zur Prognose von Besucherströmen.

 

 

Manfred Grotheer 37. Congress der Controller 2012

Verleihung ControllerPreis 2012: Otto Group erhält renommierten ControllerPreis

7. Mai 2012

Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber, Direktor, Institut für Management und Controlling (IMC) an der WHU – Otto Beisheim School of Management, Vallendar, und Vorsitzender des Kuratoriums des ICV

Die Otto Group Hamburg hat soeben in München den diesjährigen “ControllerPreis” des Internationalen Controller Vereins (ICV) erhalten. Ausgezeichnet wurde das Projekt “Einführung einer Prozesskostenrechnung im Service Center Lieferantenverkehr”, das der ICV als Kern einer mustergültigen Steuerung von internen Prozessen sieht.

Der Jury-Vorsitzende, Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber, WHU – Otto Beisheim School of Management, erläuterte zunächst die in diesem Fall zwei wichtigen Entscheidungskriterien der Jury:

a) es handelt sich um ein Dienstleistungsbeispiel (Service-Center Lieferantenverkehr)

b) es handelt sich um ein wohlbekanntes Instrument, das sich aber bislang in Unternehmen nicht so durchgesetzt hat: die Prozesskostenrechnung

Dem Preisträger ist es gelungen, diese beiden Aspekte erfolgreich zu kombinieren.

Weitere Aspekte, die für die Preisvergabe an die Otto-Group sprachen, waren:

a) es ist ein grundlegender und umfassender Umgestaltungsprozess eingeleitet worden. Die Dienstleistungsproduktion wurde neu aufgestellt und ein professionelles Dienstleistungsmanagement sowie ein neues Preismodell eingeführt;

b) zudem habe das konsequente Change Management zu deutlichen Effizienzverbesserungen geführt, in deren Ergebnis neben reduzierten Stückkosten der Dienstleistungen vor allem eine hohe Zufriedenheit der internen Kunden erzielt wurde.

Im Bereich Kreditorenbuchhaltung verarbeitet das Service Center rund 450.000 Rechnungen jährlich für 10 Konzerngesellschaften. Bei den Gesamtkosten von 3,8 Mio. EUR im Lieferantenverkehr sieht Michael Felix, Leiter Service Center Lieferantenverkehr der Otto Group, “namhafte Beträge, die etwa die Tochtergesellschaften einsparen können.” Die wesentliche Weiterentwicklung mit dem realisierten Projekt bestehe darin, “dass sichtbar wird, wo die Ansatzpunkte für Kosteneinsparungen liegen. Die geschaffene Transparenz hat die Einstellung zu solchen nachgelagerten Prozessen wie etwa in der Kreditorenbuchhaltung verändert, denn es wird deutlich, dass man mit dem eigenen Tun Kosten reduzieren kann. Wir entwickeln uns von den klassischen Gemeinkosten, die auf das Gesamtunternehmen berechnet werden, weiter zu Kosten, die auf einzelne Organisationseinheiten, auf Warengruppen bis hin zu einzelnen Artikeln weiterberechnet werden können.”

Manfred Grotheer 37. Congress der Controller 2012

Key Note: Starke Wirtschaft. Solide Finanzen. Sichere Zukunft

7. Mai 2012

Dr. Maria Fekter; Bundesministerin für Finanzen der Republik Österreich;

Nach den gestrigen Wahlen ist in Europa nichts mehr wie es war. Dabei ist in Europa insbesondere die hohe Jugendarbeitslosigkeit Besorgnis erregend.

Frau Dr. Maria Fekter erläutert zunächst die Finanzdaten von Österreich und Deutschland im Vergleich zu den anderen EU-Staaten.

Anschließend erläuterte sie aus österreichischer Sicht die Hauptaktionspunkte eines Reformpaketes in Österreich für die Zukunft:

1.) Stabile Finanzen und stabile Kapitalmärke

2.) Leistungsfähiger Staat

3.) Wettbewerbsfähige Wirtschaft, die im internationalen Umfeld erfolgreich tätig ist und Beschäftigung und Wohlstand generiert

4.) Innovative und eigenverantwortliche Gesellschaft, die auf Leistungsbereitschaft, Eigeninitiative und Generationengerechtigkeit

Zu den Maßnahmen für stabile Finanzen gehört zunächst die Schuldenbremse für Bund und Länder: unbefristeter Stabilitätspakt sicher Nulldefizit bis 2016. Im Fokus sind die großen Ausgabentreiber: Sozialausgaben, Pensionen, Zinsen.

Weitere Eckpunkte sind:

a) Strukturreformen, die Kostentreiber strukturell umstellen

b) einschlagen eines Konsolidierungspfades: raus aus der Schuldenkrise, hin zum erfolgreichen Sparkurs

c) Offensivmaßnahmen: richtig investieren, auf Wachstum setzen

Sie führt anschließend diese Punkte im Einzelnen aus und geht dabei insbesondere auf den Kreislauf ein, dass eine starke Wirtschaft zu soliden Staatsfinanzen beiträgt und umgekehrt solide Staatsfinanzen die Wirtschaft stärken.

Beifall erntete Dr. Maria Fekter für die Aussage, dass die EU nicht unbedingt mehr Geld braucht, um Wachstum und Innovation zu steigern. Es gibt genug Geld in der EU für diese Zwecke, sie müssen nur nachhaltiger ausgegeben werden.

 

 

 

 


 

Manfred Grotheer 37. Congress der Controller 2012

Blick vom Balkon des Grand Westin, München, in das Plenum

7. Mai 2012

Begrüßung

7. Mai 2012

Siegfried Gänßlen, Vorstandsvorsitzender und CEO der Hansgrohe AG in Schiltach und Vorsitzender des Vorstands im ICV eröffnet pünktlich um 9.00 Uhr den 37. Congress der Controller, der unter dem Motto steht “Nachhaltig erfolgreich: Controller als Business Partner”.

Über 600 Controller haben sich zu Europas größter Fachtagung für Controlling angesagt. Wir berichten wieder live für Sie vom Balkon im Congress-Saal des Westin Grand in München. Wollen Sie mit uns über Twitter in Kontakt treten und über Beiträge und Eindrücke sich austauschen. Sie können es via Twitter über #cc2012.

Gänßlen fragte, ob Volatilität die neue Normalität für Controller wird. “Dem Controlling kommt die Rolle als stabilisierender Faktor und als Kompass in einer komplexer werdenden, sich dynamischer entwickelnden Welt zu, indem es die Grundlage für eine langfristige Steuerung und Unternehmensausrichtung liefert”, erklärte Gänßlen.

“Dem Controlling kommt die Rolle als stabilisierender Faktor und als Kompass in einer komplexer werdenden, sich dynamischer entwickelnden Welt zu, indem es die Grundlage für eine langfristige Steuerung und Unternehmensausrichtung liefert”, erklärte Gänßlen. Er bezeichnete es als “Kunst des Controllings” einen “ausbalancierten Spagat zwischen Mitgestaltung und gleichzeitiger Unabhängigkeit” zu verwirklichen, “diese zwei Hüte gleichzeitig tragen zu können”. Dabei müssten sich die Controller häufiger als bisher selbst die Frage nach der Effizienz des Controllings stellen und entsprechende Nachweise bringen.

Die wachsende Volatilität bedeutet, so Gänßlen, eine Zunahme an Komplexität in verschiedener Hinsicht. “Denn wir haben es nicht nur mit sich dynamisch wandelnden Situationen zu tun, sondern mit gleichzeitig ganz unterschiedlichen Ausprägungen, was Tempo und Art dieser Veränderungen angeht.” Dabei verwies der ICV-Vorsitzendende auf entgegengesetzt verlaufende Entwicklungen in der US-Wirtschaft, in Europa sowie in China und Brasilien. “Wir betreiben ein Management gleichzeitig für Märkte im Aufschwung und für Märkte im Abschwung.”

“Auch den volatilen Rahmenbedingungen und den unterschiedlichen Dynamiken des Marktumfeldes müssen Controlling und Controller Rechnung tragen: Proaktiv, indem wir Frühindikatoren in unsere Analysen einbeziehen und mit rollierenden Forecasts arbeiten. Hochflexibel, indem wir für verschiedene Szenarien planen. Und durch eine enge Verknüpfung der wichtigen Steuerungsparameter mit der Unternehmensstrategie”, erläuterte Gänßlen.

Intensiv widmete sich Siegfried Gänßlen dem Thema Nachhaltigkeit: “Das nachhaltige Handeln eines Unternehmens ist inzwischen ebenso bedeutsam für dessen Geschäftserfolg wie seine Innovationsstärke.” Controller spielten hier eine “Doppelrolle”: “Wir müssen Antreiber und Bremser sowie auch ; Inspirator und kritischer Counterpart sein.” Inhaltlich werde sich das Tätigkeitsfeld des Controllings durch neue Aufgaben bei der Nachhaltigkeit ändern: “Wir werden unser Know-how erweitern müssen, um die Chancen und Risiken der wachsenden Nachhaltigkeitsorientierung von Unternehmen bewerten und entsprechende Managemententscheidungen herbeiführen zu können.”

Siegfried Gänßlens Resümee: “Nachhaltig erfolgreich sind wir als Controller immer dann, wenn wir dazu beitragen, dass unser Unternehmen dem Wettbewerb voraus ist und es schafft, sich immer wieder neue Wachstumsfelder zu erschließen.”

Manfred Grotheer 37. Congress der Controller 2012

Manfred Grotheer bloggt live vom 37. Congress der Controller

4. Mai 2012

1105150838Wenn am kommenden Montag (7. Mai) um 9.00 Uhr Siegfried Gänßlen, Vorstandsvorsitzender des Internationalen Controller Vereins und CEO das Hansgrohe AG, in München den 37. Congress der Controller eröffnet, wird auch wieder das Live-Blog vom Congress starten. Kompetenter wie prominenter Live-Blogger hier im ControllingBlog wird wieder der anerkannte Controlling-Experte Manfred Grotheer sein. Er wird über die Vorträge in Plenum und Themenzentren berichten und er wird uns teilhaben lassen an seinen Erlebnissen während Europas größtem Controlling-Congress des Jahres 2012.

Am Montagmittag wird es auch wieder die Sonderausgabe der “Controller’s e-News” geben, die top-aktuell über den ControllerPreis-Träger 2012 informiert.

Schließlich gibt es auch via Twitter (@Controllingnews) und auf unserer ICV-Facebook-Seite das Neueste vom Congress.

Ganz besonders aber freue ich mich auf viele persönliche Begegnungen während der nun kommenden spannenden und turbulenten Tage in München. Ich freue mich auf all die Wiedersehen beim “Treffen der europäischen Controlling-Familie”!

Hans-Peter Sander 37. Congress der Controller 2012, Internationaler Controller Verein, Medienschau

Controlling Intelligence Advantage 2012 beendet

27. April 2012

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Gerade hat Dr. Adrianna Lewandowska, ICV-Vorstandsmitglied, die ICV-Fachtagung “Controling Intelligence Advantage CIA 2012″ in Poznan beendet. Sie dankte im Auditorium allen Helfern, die diese Tagung professionell gestaltet haben. Dank gilt aber vor allem Adrianna Lewandowska für ihr Engagement und die in den vergangenen Monaten geleistete Herkulesarbeit. – Ein toller Kongress ist das gewesen!

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Großartiger ICV-Kongress in Poznan

27. April 2012

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Dr. Herwig Friedag, Leiter des ICV-Ausschusses Öffentlichkeitsarbeit aus Berlin, ist Co-Moderator des Poznaner Kongresses.

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Hochinteressante Praxisvorträge prägen die internationale Fachtagung, die auch zahlreiche Aussteller zur Präsentation nutzen.

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Zu den Referenten des zweiten Kongress-Tages in Poznan gehörten Lothar Kuhls, ICV-Regionaldelegierter Deutschland Nord: “Making companies fit for change”, und Prof. Dr. Stefan Olech, Controlling Akademie, Gdansk: “Controller als Business Partner des Managements”.

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ICV-Tagung in Poznan mit 150 Teilnehmern gestartet

26. April 2012

In Poznan ist der ICV-Kongress “Controlling Intelligence Advantage CIA 2012″ gestartet. Rund 150 Teilnehmer füllen den Saal im Kongresshotel bis auf den letzten Platz. Die Tagung wird komplett zweisprachig geführt: Polnisch und Englisch.

Eröffnet wurde die Tagung von Dr. Adrianna Lewandowska, ICV-Vorstandsmitglied. Ihr folgte ein Grußwort des Stellv. Finanzministers Polens, Miroslaw Sekula. Zu den Referenten des Vormittags gehörten Malgorzata Podskarbi von Volkswagen Poznan, dem ersten ICV-Firmenmitglied außerhalb des deutschsprachigen Raumes; Prof. Toomas Haldma von der Universität Tartu, Estland, und Ulrich Müller Bosom, Leiter des ICV Arbeitskreises Spanien aus Barcelona.

Gerade ist die Mittagspause zu Ende gegangen, die von den Teilnehmern zu angeregten Gesprächen genutzt wurde. Auch in Polen ist zu spüren, dass der ICV-Kongress ein etabliertes Treffen der Controlling-Community ist; für viele Teilnehmer eine willkommene Gelegenheit Kollegen wiederzusehen. Auch ich habe hier internationale Kollegen aus dem ICV getroffen: aus Deutschland, Estland, Polen, Serbien, Slowenien und Spanien. Vielleicht habe ich in dem Gewühle noch jemanden übersehen…?!

In der Mittagspause gab der Vizefinanzminister, Miroslaw Sekula, dem ICV ein kleines Interview, das in einigen Tagen bei Controlling.TV zu sehen sein wird.

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CSR Kongress Berlin (2): Indikatoren einer nachhaltigen Entwicklung

18. Dezember 2011

friedag2(Herwig R. Friedag, Leiter des ICV-Ausschusses Öffentlichkeitsarbeit,  hat eine Fortsetzung zu seinem Bericht vom CSR Kongress in Berlin geschrieben, die ich hier ebenfalls gerne veröffentliche und zur Diskussion stelle. Danke, Herwig!)

Der zweite Tag des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales veranstalteten Kongresses zum Thema CSR (Corporate Social Responsibility) war geprägt vom Thema Standards in der internationalen Arbeitswelt. Menschenwürdige Löhne in allen Teilen und die Verantwortung der Unternehmen aus der „ersten Welt“ – alle waren sich einig: ein Muss, auch wenn viele Zulieferer wiederum mit weiteren Zulieferern in einer langen Kette arbeiten und eine Nachverfolgung der Einhaltung dieser von der ILO definierten Standards nicht immer einfach ist.

Immer wieder Bezug genommen wurde auf die  Leitlinien («Guiding Principles») zur Operationalisierung des «Protect-Respect-Remedy»-Konzepts von John Ruggie. Diese sollen helfen, Menschenrechtsverletzungen durch Unternehmen präventiv zu verhindern. Leider handelt es sich bei diesen Guidelines nur um Empfehlungen, die von vielen Unternehmen noch nicht oder nur teilweise umgesetzt werden.

Erfrischend war der Disput zum Thema „Zukunft der Arbeit in einer globalisierten Welt“, der sich wieder eher europäischen Themen widmete.

Wir werden sehen, ob sich aus dieser CSR-Konferenz Impulse für die im Juni 2012 in Rio de Janeiro stattfindenden UNO-Konferenz für nachhaltige Entwicklung ergeben werden. Für uns Controller werden insbesondere die Ergebnisse des dort diskutierten Themas „Issues Brief 6 – Current Ideas on Sustainable Development Goals and Indicators“ interessant werden.

Herwig R. Friedag

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