(Einen interessanten, aktuellen Beitrag hat Herwig R. Friedag, Leiter des ICV-Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit, gesendet, den ich hier gerne veröffentliche.)
Derzeit findet in Berlin ein vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales veranstalteter Kongress zum Thema CSR (Corporate Social Responsibility) statt. Durch viele Beiträge der Referenten, aber auch in den Pausendiskussionen, zieht sich die Thematik „Transparenz“ und „Messbarkeit von CSR-Maßnahmen“. Interessant der Ansatz von Puma, die versucht haben, den Ressourcenverbrauch nicht nur bei sich, sondern in allen Produktionsschritten zu messen: nicht in CO2 und Quadratkilometer Flächenverbrauch, sondern „umbewertet“ in Euro. Wo sich natürlich sofort die Frage stellt, müsste dies nicht auf den Preis der Sportschuhe etc. aufgeschlagen werden. Ein interessanter Ansatz!
Ansonsten wird CSR immer aus Sicht der Unternehmen gesehen. Und da beteiligen sich nicht viele an der Aufarbeitung des Themas. Soll es eine Pflicht zur Berichterstattung geben? Viel diskutiert! Wäre es aber nicht vielversprechender, mehr die Sicht des Konsumenten zu berücksichtigen? Kaum jemand weiss, wieviel CO2 z.B. er verbraucht, wie durch eigenes Tun der Verbrauch gesenkt werden könnte. Der Preis als Regulativ?
Viele Fragen, wenig Antworten. Da scheint mir der ICV mit seinen Ausführungen zu „Green Controlling“ schon weiter zu sein! Nur wurde dies bislang zumindest auf dem CSR-Kongress nicht wahrgenommen …
Herwig R. Friedag
Hans-Peter Sander Internationaler Controller Verein, Methoden & Erfahrungen CSR, Green Controlling
Am vergangenen Mittwoch war ich auf Einladung von Horváth & Partners Gast des 25. Stuttgarter Controller-Forums. Den Eröffnungsvortrag vor rund 300 Managern, Controlling-Spezialisten und Beratern hielt der ICV-Vorstandsvorsitzende Siegfried Gänßlen, CEO der Hansgrohe AG.
Unter der Überschrift “Green Controlling – Green Profit” berichtete Gänßlen über die Einführung eines Nachhaltigkeits-Controllings bei der Hansgrohe AG. Zu Beginn schilderte er die Hansgrohe-Historie als “Green Company” seit den 80er Jahren. Eine gelernte Lektion war auf diesem beträchtlich schon langen Weg, dass innovative “grüne Produkte” nicht per se für Kunden “sexy” waren und sind. “Der Kunde will dafür keinen Premiumaufschlag zahlen”, lautete Gänßlens Erkenntnis. Lernend ist das Unternehmen auch heute noch auf seinem Weg zur “Green Company”; Gänßlen konnte eine Reihe erfolgreicher Meilensteine vorstellen.
Der ICV-Chef erläuterte den Aufbau eines nachhaltigen Unternehmens in 5 Stufen und stellte die wichtigsten Kennzahlen des Green Controllings im Unternehmen vor. Interessant war zudem die starke Betonung von zwei Aspekten: Erstens realisiert Hansgrohe auch soziale Maßnahmen im Zusammenhang mit der gelebten Nachhaltigkeit und zweitens kommt Unternehmensleitung sowie Management eine entscheidende Verantwortung zu: “Bei Nachhaltigkeit muss der Chef in die Bütt”, so Gänßlen.
Der komplette Vortrag ist unter Controlling.TV auf der ICV-Website online: Diese 35 hochinteressanten Minuten sollte niemand verpassen.

(Fotos: Günter E. Bergmann)
Hans-Peter Sander Internationaler Controller Verein, Methoden & Erfahrungen Gänßlen, Green Controlling, ICV, Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit im Controlling. Green Controlling.
Noch vor kurzem ein Thema, das von manchen belächelt wurde. Dass nun die Skeptiker nach und nach verstummen, zeigte der diesjährige Congress der Controller. Die (übrigens großartige) Veranstaltung hatte dem Thema sogar einen eigenen Nachmittag gewidmet. Fazit, das Thema ist nicht für alle neu, aber für fast alle aktueller denn je. Kaum ein Redner auch im Hauptteil des Congresses, der nicht in irgendeiner Weise darauf Bezug nahm. Man hatte bereits das Gefühl, ein Vortrag ist unvollständig, wenn keinerle Worte der eigenen Nachhaltigkeitsstrategie gewidmet wurden. Aber das wurden sie. Die Aussagen reichten dabei von “ist Teil unserer DNA” (Migros) bis hin zu “Wettbewerbsfaktor mit steigender Bedeutung”. Alle Redner waren sich darin einig, dass das Thema nur dann die notwendige Beachtung finden wird, wenn es integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung – des Controllings – wird, und sein Schattendasein in Form von Umweltsystemen+Co. beendet.
Und während ich tippe, veröffentlicht Puma seine Umwelt-GuV. Man darf gespannt sein.
prevero hat die Kennzahlen eines am 1.Congress-Tag vorgestellten Kundenbeispiels in die eigene Planungslösung eingebaut. Sicher, im ersten Schritt handelt es sich um eine einfache Erweiterung des Reportings. Im nächsten Schritt werden wir uns detailliert mit der Auswirkung auf Prozesse in Planung und Steuerung beschäftigen. Über ein Feedback bereits jetzt über das erste Nachhaltigkeits-Cockpit made in München freue ich mich!

Nachhaltigkeit Dashboard prevero
Andreas Dutz Controlling & IT, BI, Excel,..., Internationaler Controller Verein Congress der Controller, Green Controlling, Nachhaltigkeit
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